Accordone
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Marco und Guido zählen ohne Zweifel zu den Künstlern, die in den letzten Jahren eine besondere Beziehung zur Trigonale aufgebaut haben – seit 2003 standen sie mehrfach hier auf der Bühne. Ihr leidenschaftliches Interesse für Fragen der Darbietung und ihre Begeisterung für die italienische Vokalmusik von der Renaissance bis ins frühe 18. Jahrhundert veranlasste die beiden im Jahr 1984 zur Gründung von Accordone. Der Wunsch, sich auf der Bühne noch stärker an den im 17. Jahrhundert gültigen Regeln zu orientieren, führte schließlich dazu, sich einer Form von Konzert zuzuwenden, in dem der dramatische Aspekt noch stärker in den Vordergrund tritt und sich der Sänger in einen Bühnencharakter verwandelt. Darüber hinaus nahmen sie die Herausforderung an, den Instrumenten eine für die Stücke des jeweiligen Programms »maßgeschneiderte« Rolle zuzuordnen. Aus dieser Herangehensweise entstand im Jahr 2001 »Una Odissea«, eine von Guido zu Texten von Marco komponierte Oper. Im Jahr 2003 erschien Accordones erste Studioaufnahme »La Bella Noeva« beim Label Alpha. Im Jahr darauf folgte »Vivifice Spiritus Vitae Vis«, ein geistliches Werk von Guido zu lateinischen Texten des Alten Testaments. Die Alben »Frottole« und »Recitar Cantando« sind die ersten beiden Aufnahmen für das belgische Label Cypres; sie wurden 2005 bzw. 2006 veröffentlicht. Inzwischen liegt auch eine Aufnahme von Vivifice Spiritus Vitae Vis vor – erschienen bei Cypres.
Das Ensemble wurde 2005 von David Skinner als Erweiterung seiner Forschungs- und Aufführungstätigkeit gegründet, um die Kompositions- prozesse von großen Meisterwerken ebenso wie von weniger bekannten Arbeiten des späten Mittelalters und der Renaissance zu erforschen. Alamire zeichnet sich durch die Kombination von akademischer Exzellenz und der herausragenden Qualität der Stimmen aus und wurde für seine Mitarbeit bei verschiedenen Medienprojekten und Soundtracks für geschichtliche Dokumentarfilme gelobt. Alamire arbeitet exklusiv mit dem Label Obsidian Records zusammen, und hat von der Kritik gefeierte Aufnahmen der Musik von Verdelot, Desprez, Tomkins und Heinrich VIII aufgenommen. Soeben wurde eine CD mit der Gesamteinspielung der 1575 erstmals veröffentlichten »Cantiones Sacrae« von Tallis und Byrd fertiggestellt. David Skinner ist vor allem dafür bekannt, dass er Alte Musik sowohl theoretisch erforscht als auch als Musiker aufführt. Er ist Dozent und musikalischer Leiter am Sidney Sussex College in Cambridge und Lektor an der Fakultät für Musik der University of Cambridge und hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über Musik und Musiker der frühen Tudorzeit publiziert.
»Explosives Musizieren, prachtvolles Flötenspiel, barocker Swing« – so könnte man die Grundbefindlichkeiten jener international agierenden Kammermusikgruppe nennen, die sich zur Austrian Baroque Company (vormals Oman Consort) formiert hat und seit der Gründung im Jahr 2001 mit Lobes-hymnen und internationalen CD-Auszeichnungen gefeiert wird. Spiritus rector des Ensembles ist der österreichische Blockflötenvirtuose Michael Oman.
Preisgekrönte CD-Projekte mit dem Label ORF-Edition Alte Musik sowie mit Sony Music (deutsche harmonia mundi) in Zusammenarbeit mit der spanischen Sopranistin Nuria Rial (»Exit Baroque« und Händels »Neun deutsche Arien«) unterstreichen den Erfolg des Ensembles, das regelmäßig bei internationalen Festivals konzertiert.
»Gib jedem Instrument das/ was es leyden kann/
So hat jeder Spieler Lust/ du hast Vergnügen dran.«
Barocke Kompositionen waren den Instrumenten jener Zeit mit all ihren Eigenheiten und Klangmöglichkeiten geradezu auf den Leib geschneidert. Dies kommt im zitierten Ausspruch von Georg Philipp Telemann sehr gut zum Ausdruck, welcher auch das Anliegen des 2009 gegründeten Ensembles Barocksolisten München auf den Punkt bringt.
Die Barocksolisten München bieten dem Publikum ein intensives Eintauchen in die Welt des Barock. In ihrer Auseinandersetzung mit der so genannten »Alten Musik« erhält die Gefühlswelt des Barockmenschen eine wesentliche Bedeutung. Die Rolle des Komponisten, des Publikums und des Musikers gilt es historisch zu interpretieren. So sind in den Konzerten neue Klangphänomene zu entdecken. Bisher Unbekanntes überrascht die Zuhörer mit einem erstaunlichen Hörerlebnis.
Die Musiker spielen auf Originalinstrumenten oder auf Kopien von Instrumenten des 17. bzw. 18. Jahrhunderts. Das Ensemble besteht aus einem einfach besetzten Streichersatz, einer oder zwei Oboen, einer Flöte, einem Fagott und Cembalo nach historischem Vorbild. In dieser Formation bringt es Solokonzerte und Kammermusik bekannter und selten gehörter Komponisten in variabler Besetzung zu Gehör.
Barokksolistene, unter der künstlerischen Leitung des führenden norwegischen Barockviolinisten Bjarte Eike, tritt in flexibler Zusammensetzung auf. 2005 gegründet, bietet das Ensemble seinen Instrumentalisten mit solistischem Format – sie alle zählen auf ihrem Instrument zu den herausragendsten Interpreten in Europa – die Gelegenheit, sich als Künstler und Kammermusiker weiterzuentwickeln. Durch Eikes engagierte, bewusst persönliche und innovative Programmgestaltung und die mitreißende virtuose Spielweise der Musiker vermittelt das Ensemble einem breiten Publikum Barockmusik auf verblüffend natürliche Art. Seine Konzerte werden oftmals als spielerisch und wegweisend beschrieben. In den Jahren 2006 bis 2008 war Barokksolistene "ensemble in residence" bei Larvik Barokk im Rahmen des norwegischen Vestfold Festivals. 2008 gab Barokksolistene zahlreiche Konzerte, unter anderem auf dem Bergen International Festival, beim Rikskonsertene, auf dem Maijazz in Stavanger und den BBC Proms. 2009 tourte das Ensemble durch Dänemark, Schweden, Norwegen und Deutschland und schloss das Jahr gemeinsam mit dem Vokalensemble I Fagiolini mit Konzerten in London und Oslo ab.
Das Ensemble Bella Discordia wurde in einer Februarnacht
2005 in einer Wiener Einzimmerwohnung geboren,
als Maria Skiba und Reinhild Waldek eine Auswahl aus
Barbara Strozzis Stücken zu erarbeiten begannen, aufgrund
der späten Stunde allerdings ganz leise, um die Nachbarn
nicht zu stören. Die Lieder schienen auf Anhieb wie geschaffen
für Marias Stimme, der Continuo-Part war herausfordernd
für Reinhilds Harfe – die musikalische Sprache begeisterte
beide sofort. Auch bei Tageslicht betrachtet schien die
Idee, ein eigenes Ensemble zu gründen, in dem die beiden
befreundeten Musikerinnen endlich ihre gemeinsame musikalische
Sprache finden und ihre eigenen Programmideen
verwirklichen könnten, durchaus reizvoll.
Aber wäre es nicht schön, noch mehr Farbenvielfalt im Continuo
zu haben? Bald kamen Gerd Amelung (Cembalo) und
Frank Pschichholz (Theorbe), später auch der Violone-Spieler Thomas de Pierrefeu dazu. Die Tatsache, dass alle
Ensemblemitglieder doch erstaunlich ähnliche musikalische
Vorstellungen haben, obwohl sie in verschiedenen Ländern
geboren und aufgewachsen sind und sich mit ihren jahrelangen
Erfahrungen wunderbar ergänzen, machte das gemeinsame
Musizieren vom ersten Moment an spannend und lebendig.
Der norwegische Violinist Bjarte Eike zählt zu den führenden
Musikern im Bereich der Alten Musik. Er studierte
Violine an der Grieg-Akademie in Bergen
und Barockvioline bei Richard Gwilt in London,
wo er mit Bestnote (»Distinction«) abschloss.
Bjarte arbeitet als frei schaffender
Violinist und Konzertmeister in ganz Europa
in Ensembles wie Concerto Copenhagen,
Concerto Palatino, I Fagiolini, Dunedin Consort, Caecilia-Concert,
Arte dei Suonatori, Altapunta sowie Bergen Barokk. Er
lehrt Barockvioline an der Grieg-Akademie in Bergen und
ist Gastdozent am Königlich Dänischen Musikkonservatorium.
Das 1987 von Konrad Junghänel gegründete solistische Vokalensemble Cantus Cölln gehört international zu den angesehensten seiner Art. Es widmet sich dem deutschen und italienischen Vokalrepertoire aus Renaissance und Barock und hat mit der Wiederbelebung eines weitgehend vergessenen Repertoires beim Publikum großen Anklang gefunden. Die meisten der über 30 CD-Produktionen wurden mit internationalen Preisen gewürdigt. Von der Kritik hervorgehoben wird der außerordentlich homogene Ensembleklang, der nicht auf Kosten der Individualität der einzelnen Stimmen geht. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die »einzig richtige« Aufführungsweise, sondern ein Klangideal, das größtmögliche Transparenz mit individueller Emotionalität und sinnlicher Klanglichkeit verbindet.
Kontrapunktisch, wie die Themen ihrer Musik, stehen auch die Künstler von Chelycus zueinander: Geigerin des Ensembles ist Veronika Skuplik. Ihr Anliegen ist die Unmittelbarkeit des Ausdrucks, wie man ihn an einer Sängerin oder Schauspielerin schätzt. Der Musikwissenschaftler und Cembalist Michael Fuerst kann in der Zusammenarbeit mit Chelycus seinen Traum verwirklichen, Musik der Vergangenheit aus der Stille des Archivs zu befreien. Andreas Arend, Komponist und Lautenist, taucht in Text und Kontext alter Musik ein, um darin zu finden, was für ihn heute Relevanz besitzt. Adrian Rovatkay, Musiker und Maler, versucht durch Klanginstallationen und in Zusammenarbeit mit Experimentalmusikern und anderen Künstlern den klassischen Musikbegriff zu öffnen. Der Posaunist Ole - Kristian Andersen sagte, Chelycus sei für ihn »wie Schildkrötensuppe für einen Gastronomen: auserlesen und wunderbar – verboten gut!« Catherine Aglibut hat schon oft mit dem Ensemble zusammengespielt und auf gemeinsamen Nach-der-Probe-Abenden Beatleslieder gesungen. Gambist Matthias Müller war bereits bei einer CD-Einspielung dabei. Der Baske Jan Ullibarri ist sicher mit der spanischen Seite des Programms am engsten verbunden. Wim Becu, Posaunist aus Belgien, muss man einfach gehört haben. In der Unterwelt, in Lustgärten, als Nymphen, als Götter agieren Nele Gramß (Sopran), Jan Kobow (Tenor) und Stephan Mc Leod (Bass).
*Schildkrötenpanzer
Jadran wurde 1989 im nordenglischen Sheffield geboren und begann mit acht Jahren Gitarre zu spielen. 1999 zog er nach Norwegen und wurde 2002 in die Sektion für junge Talente am Barratt Due Musikinstitut aufgenommen, wo er bei Vegard Lund Gitarre studierte. Weiters erhielt er Gitarrenunterricht bei Prof. Sven Lundestad an der norwegischen Akademie der Musik. Beim Wettbewerb Norwegian Music Competitions for Youth gewann er den ersten Preis sowohl in der Klasse Gitarre als auch in der Kategorie Duo – gemeinsam mit seinem Bruder, dem Pianisten Emil Duncumb. Im vergangenen Jahr war Jadran Finalist bei Virtuos, einem Konzertwettbewerb des norwegischen Fernsehens, bei BBC Young Musician of the Year gewann er den ersten Preis in der Kategorie Saiteninstrumente. Am Royal College of Music in London studiert Jadran seit Herbst 2008 Laute bei Jakob Lindberg.
Gemeinsam treten die niederländischen Zwillingsschwestern Judith und Tineke Steenbrink seit 1998 als Ensemble Séverin auf. Geboren 1977, entdeckten sie schon früh ihre Liebe zur Alten Musik und wurden von ihrem Vater, dem Chordirigenten Jacques Steenbrink, in deren Geheimnisse eingeweiht. Judith entwickelte sich zur Violinistin, Tineke spielt Orgel und Cembalo. Nach ihrem Studium am Konservatorium fanden beide schnell ihren Weg als professionelle Musikerinnen. Nachdem sie mehrere Jahre bei einer Vielzahl von Barockensembles gastiert hatten, waren sie auch an der Gründung der Holland Baroque Society beteiligt. Neben ihrer Tätigkeit bei der Holland Baroque Society ist Judith auch aktiv beim Amsterdam Baroque Orchestra, weiters ist sie Konzertmeisterin beim European Union Baroque Orchestra. Tineke ist Dozentin für Cembalo, Orgel und Kammermusik am Artez Conservatorium in Zwolle sowie Organistin an der St. Martinuskerk in Cuijk, wo sie auf der berühmten Severijn-Orgel spielt.
»Ihre Aufführungen zeugen von großer Musikalität. Sie sind geschmeidig, subtil und poetisch.«
(De Gelderlander)
»… ließ sie mit höchster Flexibilität das Gemeinsame aufleuchten: das Improvisatorische, die blitzschnellen starken Gegensätze. Gleichzeitig ist jedes Werk geistvoll bis ins Letzte durchgeformt. Jedes hat seinen eigenen Charakter.«
(WAZ)
Karin Hageneder, geboren 1987 im oberösterreichischen Pettenbach, studierte bei Michael Oman und Helmut Trawöger an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, wo sie im Juni 2009 mit dem Bachelor of Art für Querflöte und Blockflöte jeweils mit Auszeichnung abschloss. Von 2006 bis 2007 nahm sie zusätzlich Traversflötenunterricht bei Claire Genewein. Seit September 2009 studiert sie Blockflöte bei Paul Leenhouts und Querflöte bei Harrie Starreveld am Conservatorium van Amsterdam. Seit dem 11. Lebensjahr nahm sie jährlich als Solistin und als Ensemblemitglied am Nachwuchswettbewerb Prima la Musica teil. Sie erspielte dabei viele 1. Preise, u. a. beim Bundeswettbewerb 2005. Sie hatte Auftritte als Mitglied u. a. im Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester, im Brucknerorchester in der Barockoper »La Calisto« am Landestheater Linz und als Gastmusikerin beim »Oman Consort«. Seit Oktober 2009 ist Karin Mitglied des weltweit konzertierenden Ensembles »The Royal Wind Music «, mit dem sie auch bei der Trigonale 2010 auftreten wird.
Im Geiste Georg Muffats (1653 – 1704) gründeten 20 Musiker aus 14 verschiedenen Nationen 300 Jahre nach seinem Tod das Harmony of Nations Baroque Orchestra . Die Harmonie der Nationen, einst vom Komponisten zu seinem Lebensmotto erkoren, bedeutete ihm eine Offenheit musikalischen Ideen und Werten gegenüber, auf die er im Zuge seiner Reisen durch Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien immer wieder traf. Der Zufall hat uns zusammengeführt, wir tourten als Barockorchester der Europäischen Union (EUBO) und stellten am Ende des gemeinsamen Jahres fest, dass wir uns und der Welt noch mehr zu sagen haben. So finden sich in unserem Ensemble Musikerinnen und Musiker aus den Ländern Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Ungarn und Wales. Dem Sprachwirrwarr sind also keine Grenzen gesetzt. Melting Pot Europa? Wer heute in Europa als Musiker arbeitet, gewöhnt sich an das Reisen. Dem einen eine Last, dem anderen eine Freude und eine Quelle der Inspiration. Wir jedenfalls sind infiziert von einer grenzüberschreitenden Begeisterung für Musik. Musik ist Kommunikation und der Klang von verschiedenen Sprachen hat sie schon immer geformt und beeinflusst. Nicht alles war immer harmonisch im europäischen Musikleben des Barock, es gab zuweilen erbitterten Streit, der aus den unterschiedlichen Geschmäckern herrührte. Diesen großen und kleinen Unterschieden wollen wir nachspüren, keinen musikalischen Einheitsbrei produzieren, sondern uns ihnen stellen – Vielfalt in der Einheit, in einer übergreifenden Harmonie aus so vielen Nationen.
Als Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe studierte Michael Hell zunächst in Hannover Blockflöte und Cembalo, dann Cembalo und Generalbass bei Jesper Christensen an der Schola Cantorum Basiliensis (CH). Eine rege Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Continuospieler führte ihn mittlerweile in fast alle Länder Europas, nach Japan, Israel, Kolumbien und in die USA. Seit 2005 unterrichtet Michael Hell sowohl Blockflöte als auch Cembalo am Institut für Alte Musik der Kunstuniversität Graz.
Die Sopranistin Maria Hinojosa wurde in Sabadell, Spanien, geboren und graduierte mit Auszeichnung an der School of Music of Catalonia (ESMUC). Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie im Alter von 16 Jahren als Hauptdarstellerin in mehr als 20 Zarzuelas. »Zarzuela« ist die Bezeichnung für eine typisch spanische Gattung des Musiktheaters, die einige Ähnlichkeit mit der französischen »Opéra comique« oder der Operette hat. Neben ihrer Zusammenarbeit mit Ensembles wie Le Parlement de Musique, Al Ayre Español, Des Honnestes Curieux, Elyma, Concerto Italiano, Accademia Bizantina, Le Tendre Amour und La Capella Mediterránea nahm sie auch zahlreiche Opern und Zarzuelas für die Labels Harmonia Mundi und K 617 auf; eine Aufnahme mit einer Auswahl von Werken des katalanischen Komponisten Joan Guinjoan ist in Planung. In folgenden Produktionen wird sie zukünftig zu hören sein: El dúo de la Africana (Buenos Aires), die von L. Cunillés Oper La Pajarera Catalana (Teatre Lliure, Barcelona), A. Vivaldis Oratorium Juditha triumphans (Venedig, unter Ottavio Dantone), W. A. Mozarts Don Giovanni (Oviedo), S. Prokofievs The Gambler (Gran Teatre del Liceu, Barcelona), H. Purcells Dido and Aeneas (Lausanne Opera) sowie V. Martín y Soler Una cosa rara (Palau de les Arts, Valencia).
Das Ensemble wurde 1986 von Robert Hollingworth an der Oxford University gegründet und hat seither weltweit gastiert, u. a. bei den BBC Proms, in Fernost und Afrika. I Fagiolini – die Böhnchen – wird rund um den Globus falsch buchstabiert, falsch ausgesprochen und falsch verstanden. 1997 arbeiteten die Musiker mit einem Chor aus Soweto an dem teilweise improvisierten Album »Simunye«, das von Warner veröffentlicht wurde. Die restlichen 13 CDs des Ensembles widmen sich dem italienischen Renaissancerepertoire, englischen Künstlern wie Tomkins und Byrd und in letzter Zeit insbesondere den Werken von Claudio Monteverdi. Aufgrund ihrer innovativen Interpretation alter und zeitgenössischer Musik gewann I Fagiolini 2006 den »Royal Philharmonic Society Ensemble Award«, den wichtigsten Ensemblepreis in Großbritannien. Besonders mit der Produktion »The Full Monteverdi« sorgten sie für Aufsehen in der Musikwelt. Darin trennen sich sechs Paare bei einem Abendessen vor der Hintergrundmusik von Monteverdis 4. Madrigalbuch. Das Stück wurde 88 Mal aufgeführt und verfilmt. »The Birds« war eine neue Oper, basierend auf dem Stück von Aristophanes, für einen Sprecher, zehn Sänger und zwei Instrumente, während Purcells »Indian Queen« mit Marionetten aufgeführt und zahlreiche Renaissancekomödien mit Masken gespielt wurden.
Seit 23 Jahren widmen wir uns mit Leidenschaft dem Studium und der Aufführung des mittelalterlichen Musikrepertoires und begeistern das Publikum mit frischen und lebendigen Interpretationen. Während dieser Zeit haben wir so viel Musik aufgeführt, so zahlreiche Musikstile erforscht, in so vielen Sprachen gesungen und so viele verschiedene Instrumente gespielt, dass wir oft den Eindruck haben, die zehn Jahrhunderte, die uns von dieser fernen musikalischen Welt trennen, hätten sich aufgelöst. Diese Sprache der Musik ist unsere Sprache geworden, sie spricht geradewegs zu unseren Herzen und unserem Verstand, und vielleicht gelingt es uns gerade wegen dieser unmittelbaren Verbindung, diese Musik so direkt zu Ihnen sprechen zu lassen. laReverdie wurde als Frauenensemble mit einem eigenen weiblichkreativen Stil konzipiert, ist jedoch stets für neue Mitglieder offen, wenn das Repertoire dies erfordert. Wir sind schon überall in Europa aufgetreten und haben seit 1991 jedes Jahr eine neue CD produziert. Viele dieser Aufnahmen haben weltweit renommierte Preise gewonnen. Von zahlreichen Festivals und Instituten eingeladen, durften wir unsere Erfahrungen und unser Können an junge Musiker weitergeben und haben uns als ambitionierte Lehrerinnen des mittelalterlichen Repertoires ausgezeichnet.
Unser Ensemble Les Cornets Noirs haben wir während des gemeinsamen Studiums aus Interesse an der Musik des 16. und 17. Jhs gegründet. In dieser Zeit erfreute sich der Zink (ital. cornetto) in Italien und Deutschland großer Beliebtheit. Seit 2000 – in diesem Jahr gewannen wir einen Preis beim concours musica antiqua in Brugge – spielen wir in vielen Ländern Europas. 2004 haben wir in der Edition ‘ORF Alte Musik‘ eine erste CD mit Motetten und Sonaten von Giovanni Legrenzi (Monika Mauch & Les Cornets Noirs) vorgestellt. 2009 ist bei ‘audite‘ unsere zweite Aufnahme »echo & risposta« erschienen, ein abwechslungsreiches Programm mit doppelchöriger Instrumentalmusik des 17. Jhs, aufgenommen an den historischen Orgeln der Klosterkirche Muri (CH). Mit der bekannten katalanischen Sopranistin Nuria Rial verbindet uns seit 2001 eine regelmäßige Zusammenarbeit und Freundschaft.
1973 in Buenos Aires (Argentinien) geboren, beginnt der Theorbist Juan Sebastian Lima seine musikalische Laufbahn mit dem Studium der klassischen Gitarre und erhält sein erstes Diplom im Alter von 17 Jahren. Noch während seiner weiteren Studien für Gitarre in Buenos Aires, für Laute und Barockgitarre an der Schola Cantorum Basiliensis bei Hopkinson Smith und für Gitarre in Genf (CH), erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. Heute spielt er regelmäßig mit den bekanntesten Ensembles der Alten-Musik-Szene (wie zB Concerto vocale, Le Concert Spirituel, La Fenice und Huelgas Ensemble) und bereist mit diesen die ganze Welt.
Gegensätze, Improvisationen, ständig auf der Suche nach neuen Interpretationen. Die Musiker fordern einander heraus, um die Musik so zu spielen, wie sie nie zuvor gespielt wurde. Es ist ein unaufhörliches Streben nach musikalischen Überraschungen. Die Energie, die das Ensemble in die Musik fließen lässt, hat Melopoetica zu einem gern gesehenen Gast auf Festivals in Europa und Südafrika gemacht. Das 2003 gegründete Ensemble ist in London beheimatet. Bárbara Barros (Portugal) und Siv Thomassen (Norwegen), Barockvioline, Iason Ioannou (Türkei), Barockcello, und Erik Dippenaar (Südafrika), Cembalo, verbindet besonders eine Leidenschaft für Kammermusik. Sie spielen nicht nur in verschiedenen Ensembles und leiten diese auch zeitweise, sondern verfolgen zusätzlich Solistenkarrieren. Seit kurzem arbeitet das Ensemble mit der englischen Mezzosopranistin Clare Wilkinson, einer der bekanntesten jungen Sängerinnen der Alte-Musik-Szene, zusammen. Clare war ein Choral Scholar am Trinity College in Cambridge, wo sie Alte Philologie studierte. Anschließend setzte sie ihr Gesangsstudium am Trinity College of Music in London bei Hazel Wood fort. Sie tourt u. a. mit I Fagiolini, Fretwork und den English Baroque Soloists und trat in der Wigmore-Hall, der Royal Albert Hall, dem Lincoln Center und dem Amsterdam Concertgebouw auf. Im September 2008 sang sie beim Bach-Fest in Köthen BWV 170 unter J. E. Gardiner.
Das Ensemble Mikado konstituierte sich in der aktuellen Besetzung Sopran, Viola da Gamba/Viella und drei Blockflöten im Frühjahr 2003 in Wien. Seither begeisterten die Gewinner der »International Young Artist's Presentation – Early Music« (IYAP) in Antwerpen 2004 bei nationalen und internationalen Festivals sowohl Publikum als auch Fachpresse. Das Ensemble konzentriert sich in der Auswahl seines Repertoires sowohl auf die Musik des ausgehenden Mittelalters (Ars nova und Ars subtilior) als auch auf die Musik der englischen Renaissance zur Zeit William Shakespeares. Auf der Suche nach neuen Wegen, Alte Musik zeitgemäß zu interpretieren, entstehen außergewöhnliche Besetzungen und unkonventionelle Arrangements.
Birger Mistereggen, geboren 1967 in Rendalen, Norwegen, ist zur Zeit als Percussionist und Paukist beim Norwegian Radio Orchestra tätig. Weiters unterrichtet er am Tromsø University College, er ist aber auch regelmäßig Gastdozent an der Ole Bull Academy in Voss sowie an der Norwegian Academy of Music in Oslo. Sein besonderes Interesse gilt der traditionellen norwegischen Musik. Mit dem Trio Mediæval verbindet ihn nicht nur eine siebenjährige Zusammenarbeit – er ist auch als Gastmusiker auf der CD Folk Songs zu hören.
Der Barockgeiger Enrico Onofri wurde 1967 in Ravenna geboren. Bereits während des Studiums verpflichtete ihn J. Savall als Konzertmeister von La Capella Reial. Seit 1987 ist er auch Konzertmeister und Solist von Il Giardino Armonico, außerdem arbeitet er regelmäßig mit Ensembles wie Concentus Musicus Wien, Ensemble Mosaiques und Concerto Italiano sowie mit Cecilia Bartoli. Enrico ist Gründer und Leiter des 2000 ins Leben gerufenen Ensembles Imaginarium, ab 2002 erfolgten auch immer wieder Einladungen als Dirigent zu internationalen Festspielen in Europa und Japan. Viele seiner Aufnahmen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Er unterrichtet Barockvioline und Historische Aufführungspraxis am Conservatorio Bellini in Palermo, darüber hinaus gibt er regelmäßig Meisterkurse im In- und Ausland. Enrico Onofri ist auch Tutor des EUBO (European Union Baroque Orchestra).
Martín Oro wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren
und stammt aus einer italienischen Musikerfamilie.
Der argentinisch-schweizerische Countertenor
machte seine ersten lyrischen Erfahrungen
als Mitglied im Kinderchor des Teatro Colón.
Parallel dazu widmete er sich dem Bratschenspiel,
das er bei Yuri Bashmet am Tschaikowsky-
Konservatorium in Moskau perfektionierte. Nach seiner Entscheidung für die Laufbahn als Sänger
schloss er seine Studien an den Schweizer Konservatorien in
Fribourg (Lehrdiplom), Neuchâtel (Solistendiplom) und in
Basel an der Schola Cantorum Basiliensis (Aufbaustudium)
mit höchsten Prädikaten ab. Zu seinen wichtigsten Lehrern
zählen René Jacobs, Richard Levitt, Marie-Françoise Schuwey
und Jeanne Roth.
Hochgeschätzt für seine warme, natürliche und kraftvolle
Altstimme, ist er in bedeutenden Musikzentren Europas, den
USA und Südamerikas aufgetreten. Er sang unter der Leitung
von Nikolaus Harnoncourt, Marc Minkowski, Rinaldo Alessandrini,
Alessandro de Marchi, Philippe Herreweghe, Christophe
Rousset, René Jacobs, Christophe Coin, Jordi Savall,
Helmuth Rilling, Wieland Kuijken, Gabriel Garrido, Eduardo
López-Banzo und anderen. Zu den Sängerinnen und Sängern,
mit denen Martín Oro zusammengearbeitet hat, gehören
Cecilia Bartoli, Emma Kirkby, Maria Bayo, Sara Mingardo
und Jennifer Larmore.
Zu den zahlreichen Opernpartien, die Martín Oro auf
Bühnen in aller Welt interpretiert hat, zählen Tolomeo,
Nireno und Giulio Cesare in Händel's Giulio Cesare in Egitto
(Opernhaus Zürich, Cité de la Musique Paris, Stadttheater
Bern), Anfinomo in Monteverdis Il Ritorno d'Ulisse in Patria
(Opernhaus Zürich), Ottone und Arnalta in L'Incoronazione
di Poppea (Teatro Liceo de Salamanca, Teatro Massimo di
Palermo, Teatro Avenida de Buenos Aires), Dardano in
Händels Amadigi (Teatro Olimpico di Roma), Dydimus in
Händels Theodora (Opéra de Montpellier), Joad in Händels Athalia (Teatro Colón de Buenos Aires), Grifone und Aristea
in Vivaldis Orlando Finto Pazzo und L'Olimpiade (Théatre
des Champs-Elysées Paris, Teatro Regio di Torino),
Fernando in Contis Don Chisciotte della Mancia (Teatro
Liceo de Salamanca), Emone in Traettas Antigona (Theater
Biel), Fedra in B. Marcellos Arianna (Theater Basel),
Oberon in Brittens A Midsummernight's Dream (Opéra de
Fribourg) sowie Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice (Teatro
Guaira, Curitiba, Brasilien).
Martín Oro ist als einer der international bedeutendsten
Countertenöre mit dem Premio Velluti in Italien ausgezeichnet
worden.
Der italienische Lautenist und Theorbist schloss sein Studium der Laute und Musikwissenschaft in Mailand mit summa cum laude ab und ist seither mit den wichtigsten italienischen Ensembles im Bereich der Alten Musik, wie Concerto Italiano, Accordone, La Cappella della Pietà dei Turchini, La Risonanza, La Venexiana sowie mit dem Londoner Ensemble Trinity Baroque aufgetreten. Er arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen und hat in den bedeutendsten Konzerthäusern weltweit gastiert. Weiters konzertierte er in Uruguay, Chile, Mexiko, Kolumbien, Brasilien, China, Ägypten und Marokko. Franco Pavan hat über 40 CDs aufgenommen und Preise wie den Gramophon Award, Diapason d’Or oder Premio Vivaldi della Fondazione Cini (Venedig) gewonnen. Seine Soloaufnahme »Le Mouton Fabuleux« gewann den »Premio del Disco Amadeus 2009«. Er unterrichtet die Fächer Laute und Kammermusik für historische Musikinstrumente am Konservatorium E. F. Dall’Abaco in Verona und schrieb musikwissenschaftliche Artikel über die Geschichte der Laute und die Musik des frühen 17. Jahrhunderts sowie eine Abhandlung über neue Dokumente zu Monteverdi und Gesualdo. Auch hat er an der neuen Ausgabe des »New Grove Dictionary of Music and Musicians« und an der Enzyklopädie »Die Musik in Geschichte und Gegenwart« mitgearbeitet und ist Mitglied des Redaktionskomitees des »Journal of the Lute Society of America«.
Chris Pichler spielt an renommierten deutschsprachigen Bühnen wie Wien, Berlin, Frankfurt und Weimar. Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete österreichische Schauspielerin verfügt über ein großes Rollenrepertoire, dessen Bandbreite von der Klassik bis zur Moderne reicht und ist in in zahlreichen Film- und Fernsehengagements zu sehen. Chris Pichler wurde zur Schauspielerin des Jahres 2009 (ORF Ö1) ausgezeichnet. Ihre Stimme ist für zahlreiche Hörbücher, Hörspiele, Lesungen und rezitative Konzerte im gesamten deutschsprachigen Raum gefragt.
Heinrich Klug, langjähriger Solocellist der Münchener Philharmoniker und seit 1977 Initiator der alljährlichen Kammerkonzerte für Kinder, feiert zusammen mit den Puppet Players Susanne Forster und Stefan Fichert – einem Wandertheater mit Puppen – das 25-jährige Jubiläum ihrer glücklichen Zusammenarbeit. Neun verschiedene Inszenierungen und Reisen nach Japan, Israel und durch ganz Europa haben Musiker und Puppenspieler zu engen Freunden werden lassen, die sich immer wieder auf gemeinsame Auftritte freuen. 1980 begann die Zusammenarbeit mit Poulencs »Babar, der kleine Elefant«, in dem nicht nur viele Musiker und Puppen mitwirkten, sondern auch die 7-jährige Tochter Klugs und der 7-jährige Sohn der Puppenspieler. Es folgten große farbige Schattentheater, z. B. Strawinskys »Geschichte vom Soldaten«, Hillers »Josa mit der Zauberfiedel« und Katzers »Chinesische Nachtigall«. Später folgte ein Handpuppenspiel nach Gogols »Die Nase«. Nach vielen musikalischen und darstellerischen Experimenten haben sich Klug und die Puppet Players auf die Klassik besonnen.
Quadriga Consort, die »Early Music Band« ist für mitreißende, beinahe Popkonzert ähnliche Auftritte bekannt. Unverwechselbares Markenzeichen des österreichischen Ensembles ist es, dass die einstimmig überlieferten, traditionellen Melodien und Lieder von den britischen Inseln neu für historisches Instrumentarium arrangiert werden. Als einziges Ensemble der Originalklang-Szene hat Quadriga auch Lieder in gälischer Sprache im Repertoire. Preisgekrönte CD-Einspielungen (ORF-Edition Alte Musik, Gramola, Alpha) dokumentieren die innovativen Programme. In den vergangenen Jahren ist das siebenköpfige, stets in gleicher Besetzung agierende Ensemble in vielen europäischen Ländern und in den USA aufgetreten.
Musikalische Vielfalt und klangliche Perfektion waren die Ziele, als Bernd Englbrecht 1987 das Renner Ensemble Regensburg , benannt nach dem Regensburger Domorganisten und Komponisten Josef Renner (1868–1934), gründete. Von Anfang an verstand es das junge Ensemble, dessen Mitglieder ihre musikalische Ausbildung am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen erhielten, auf international höchstem Niveau zu musizieren. Prämierungen und Preise bei zahlreichen Wettbewerben und Festivals weltweit unterstreichen dies eindrucksvoll. Seit 2003 leitet nunmehr Jörg Genslein die Geschicke des Ensembles, das durch seine große Vielseitigkeit besticht: Das Repertoire umspannt Chorwerke für Männerstimmen quer durch die Jahrhunderte – von früher mittelalterlicher Mehrstimmigkeit über Werke der Renaissance und der Romantik bis hin zu experimenteller zeitgenössischer Vokal- Avantgarde, wobei das Hauptaugenmerk auf kontrastreiche Programme, auf Neuentdeckungen, die mit Altbekanntem korrespondieren, gerichtet ist. Jörg Genslein arbeitet an der Hochschule für Musik Dresden, außerdem als 1. Dirigent beim Dresdner Kammerchor und als Leiter des international renommierten Kammerchores Thüringischer Akademischer Singkreis.
Ihr Sopran gehört zu den schönsten Stimmen weltweit: die in Katalanien/Spanien geborene und in Deutschland lebende Sängerin – Exklusivkünstlerin von Deutsche Harmonia Mundi – hat bereits für ihre ersten beiden dhm CDs (Händel "Duetti Amorosi" und Händel "Riccardo Primo") höchstes Lob der Fachpresse erhalten. Nuria studierte Gesang und Klavier am Konservatorium in Barcelona und war von 1998 bis 2002 Mitglied der Konzertklasse von Prof. Kurt Widmer an der Musikhochschule Basel. Nach dem Abschluss ihres Studiums wurde sie für ihre außergewöhnlichen Darbietungen als Sängerin im September 2003 mit dem Preis der Helvetia Patria Jeunesse (Pro Europa) in Luzern ausgezeichnet. Nuria Rial singt bei wichtigen Festivals in Europa und arbeitet als Konzertsängerin mit namhaften Dirigenten wie Paul Goodwin, Lawrence Cummings, Rene Jacobs, Thomas Hengelbrock und mit bedeutenden Ensembles zusammen. Bei der Deutschen Harmonia Mundi (Sony Music) erschien 2008 die CD "Duetti Amorosi", auf der Nuria Rial zusammen mit dem amerikanischen Countertenor Lawrence Zazzo Händel Arien singt, begleitet vom Kammerorchester Basel unter der Leitung von Laurence Cummings. Gemeinsam sind Rial und Zazzo außerdem auf der Neueinspielung von Händels Oper "Riccardo Primo" zu hören, die ebenfalls bei DHM 2008 erschienen ist.
Das Consort The Royal Windmusic wurde im Juni 1997 von Paul Leenhouts gegründet. Die Mitglieder stammen aus Australien, Finnland, England, Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden und studierten alle am Conservatorium van Amsterdam. Das Consort spezialisiert sich auf Instrumentalmusik aus der Periode von 1500 bis 1640. Dieses einzigartige Repertoire bietet einen reichen Schatz drei- bis sechsstimmiger Ensemblemusik aus der Hand der herausragenden Komponisten dieses »Goldenen Zeitalters der Kammermusik«, wie zB William Brade, Thomas Tallis, Robert Parsons, John Dowland, Anthony Holborne, Johann Hermann Schein, Samuel Scheidt, Antonio de Cabezón, Francisco Guerrero, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlande de Lassus u. a. 2006 erhielt das Ensemble im Finale des Vriendenkrans Wettbewerbs im Concertgebouw Amsterdam den Noorderkerkpreis zugesprochen. Das Ensemble konzertiert regelmäßig in Konzertreihen und Festivals in den USA und ganz Europa und erhält einhelliges Lob für seine Präzision, Ausdrucksstärke und Spritzigkeit. Unter anderem war The Royal Wind Music Gast beim Boston Early Music Festival, Festival Oude Muziek Utrecht, Festival de Musica Antigua in Barcelona und beim Early Music Festival From Distant Lands in der Queen Elizabeth Hall in London sowie beim Early Music Festival in Greenwich und Música Antiga de Loulé in Portugal.
Die international renommierte slowakische Gambistin und
Cellistin Rebeka Rusò stammt aus einer Musikerfamilie und
erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in ihrer Geburtsstadt
Bratislava. Während ihres Cello-Studiums besuchte sie
zahlreiche Kurse für Alte Musik, wobei sie ihre Faszination
für die Viola da Gamba entdeckte. Auf ihr abgeschlossenes
Cello-Studium in Bratislava folgte das Studium der Gambe
bei Wieland Kuijken am Königlichen Konservatorium in
Brüssel, wo sie 1996 ihr Diplom mit Auszeichnung erlangte.
Weitere Studien führten sie nach Basel an die Schola Cantorum
zu Paolo Pandolfo und Christophe Coin (Barockcello).
Außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Jordi Savall.
Sie ist Preisträgerin des ersten internationalen Bach-Abel-
Gambenwettbewerbs in Köthen 1997.
Als Mitglied und als Solistin namhafter Barockensembles wie
La Petite Bande, Hespèrion XXI, Le Parlement de Musique, La
Chapelle Rhénane, Musica Fiorita, Marais Consort und Labyrinto
spielt sie regelmäßig Konzerte bei zahlreichen Alte-
Musik-Festivals in Europa, Südamerika, China und Japan
und hat in zahlreichen Aufnahmen mitgewirkt.
Sie ist Mitglied des Basler Gambenconsorts Concerto di Viole,
das mit Andreas Scholl für Harmonia Mundi im Herbst 2007
Stücke von Dowland und seinen Zeitgenossen eingespielt
hat. Mit dem Ensemble La Chapelle Rhénane nahm sie drei
mit dem Diapason d'or ausgezeichnete CDs mit Werken von
Capricornus und Schütz auf.
Eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet
sie mit Paolo Pandolfo. Als Lehrerin an der Schola Cantorum
Basiliensis, dem Conservatoire de Strasbourg sowie an der Universität
für Musik und Darstellende Kunst in Graz, wo sie von
Oktober 2005 bis Juli 2008 eine Professur innehatte, gibt
sie die Liebe und Leidenschaft für das Gambenspiel an ihre
Schüler und Studenten weiter.
Auf ihrer ersten Solo-CD »Touch me Lightly« (PanClassics
2008), ließ sie sich durch die Affinität der Gambe zur Laute
inspirieren.
www.rebekaruso.com
»Nicht nur berührt Rebeka Rusò die Viola da Gamba leicht und
zaubert dabei pastellfarbige Klangfarben aus dem Instrument...
sie berührt des Hörers Gemüt auch mit einer wohltuenden
Leichtigkeit. Das macht die Schönheit dieser CD aus, das Extravagante,
Einzigartige...«
R. Strobl, Toccata 39/2009
Vor acht Jahren lernten wir drei Savadis uns beim Studium an der Schola Cantorum Basiliensis kennen. Gemeinsam begannen wir eine Entdeckungsreise ins Italien des 17. Jahrhunderts, mit Abstechern nach Deutschland und England und zur Musik unserer Zeitgenossen. Dabei entdeckten wir Kompositionen, die seit vier Jahrhunderten vergessen in Archiven schlummerten – jedes Umblättern eine neue Welt! Wir sind erstaunt, wie viel abwechslungsreiche Musik es für unsere Besetzung gibt! Unterschiedlicher könnten wir gar nicht sein, meinen unsere Freunde: Wir stammen nicht nur aus drei verschiedenen Kulturen – aus Frankreich, Lettland und Deutschland – auch charakterlich und emotional decken wir ein großes Spektrum ab. In der Musik aber treffen wir uns und verstehen einander intuitiv. In der szenischen Arbeit, im Austausch mit Musikwissenschaftlern und bei gemeinsamen Unternehmungen kommen uns die besten Ideen, denn wir versuchen, historische Authentizität mit dem Esprit junger Menschen zu verbinden. Zweimal waren wir gemeinsam auf Wettbewerben, 2003 in York und 2004 in Den Haag. Wir gewannen jeweils den 1. Preis, in Den Haag zusätzlich den Publikumspreis. Auf der Suche nach dem »Wie und Warum« unseres Musikmachens haben wir eine Antwort bei Sigismondo D’India gefunden: Wir wollen die Gemüter bewegen – »movere gli affetti dell’animo«. »Savadi« kommt übrigens aus dem Lettischen und bedeutet »auf andere Art«
1946 in New York geboren, schloss er sein
Studium der Musikwissenschaft in Harvard 1972 mit Auszeichnung
ab. Im nächsten Jahr kam er nach Europa, wo er
bei Emilio Pujol in Katalonien
und Eugen Dombois in der
Schweiz studierte.
Er wirkte bei zahlreichen Kammermusikprojekten
mit und
war unter anderem Mitbegründer
des Ensembles Hespèrion XX. Seit Mitte der 80er Jahre
beschäftigt sich Hopkinson Smith fast ausschließlich mit
dem Solorepertoire für alte Zupfinstrumente. Zeugnis davon
gibt eine Reihe preisgekrönter Einspielungen für Astrée.
Diese enthalten spanische Musik für Vihuela und Barockgitarre,
französische Lautenmusik der Renaissance und
des Barock, italienische Musik des frühen 17. Jahrhunderts
sowie Musik des deutschen Hochbarock.
Die Einspielung seiner Bearbeitungen der Violinsonaten und
Partiten von Bach für Laute im Jahr 2000 fand in der Presse
einhelliges Lob. Das Gramophone Magazine nannte die Aufnahme
»von allen Instrumenten die beste Einspielung dieser
Werke«. Später wurde seine Einspielung mit Werken für
die Renaissance-Laute von Pierre Attaignant mit einem Diapason
d'Or geehrt und von Le Monde als »superbe« bezeichnet.
Eine Aufnahme mit Musik von John Dowland, die Anfang
2005 erschien, erhielt ebenfalls einen Diapason d'Or und
wurde in einer Kritik in der New York Times als »wonderfully
personal« bezeichnet. Eine Einspielung mit Werken aus der
Welt des Francesco da Milano gewann im November 2009 den
Diapason d'Or de l'Année (das französische Äquivalent zum
Grammy Award) – der Kritik zufolge die erste Aufnahme,
die dem Ansehen Francescos tatsächlich gerecht wurde.
Hopkinson Smith gibt Konzerte und Meisterklassen in Osteuropa
und Westeuropa, Nord- und Südamerika, Australien
und Japan. Dabei kombiniert er mitunter den Lebensstil eines
Eremiten mit dem eines Zigeuners. Im März 2007 gab
er Konzerte und Workshops in Palestina unter der Schirmherrschaft
der Barenboim-Said-Stiftung und dem Swiss Arts
Council. Er lehrt an der Schola Cantorum Basiliensis.
»Hopkinson Smith ist zweifellos der zurzeit beste Lautenist
der Welt…«
San Francisco Chronicle
»Der Lautenist Hopkinson Smith zählt zu den spektakulärsten
Instrumentalisten der Gegenwart.«
Der Standard, Wien
»Hopkinson Smith ist ein einzigartiger 'Poet' der Laute.«
Gramophone, London
»…ein herausragender Künstler unserer Zeit.«
Répertoire, Paris
Es ist eine ebenso faszinierende wie einzigartige Klangwelt, in der sich die virtuosen Sopranistinnen des Trio Mediæval bewegen. Das 1997 in der norwegischen Hauptstadt Oslo gegründete Vokalensemble hat sich auf drei klar umrissene Repertoirebereiche spezialisiert: zum einen Eigen- bearbeitungen mittelalterlicher Balladen und Lieder aus Norwegen, zum anderen polyphone, für das Ensemble arrangierte mittelalterliche Musik aus England, Frankreich und Italien und schließlich zeitgenössische Werke, von denen viele eigens für das Ensemble komponiert wurden. Bereits mit seiner ersten CD bei ECM Records gelang dem Trio Mediæval der Durchbruch. Words of the Angel erreichte sofort die Billboard Top 10 Bestseller List und war im April 2002 »Recording of the Month« bei Stereophile. Im Oktober 2007 erschien die lang erwartete CD Folk Songs mit norwegischen Balladen und Volksliedern. 2008 wurde Folk Songs für einen Grammy Award in der Kategorie »Best Chamber Music Performance« nominiert. Das Trio Mediæval arbeitet mit einer Vielzahl von Komponisten zusammen, darunter Gavin Bryars, Ivan Moody, Paul Robinson, Oleh Harkavyy, Bjørn Kruse und Andrew Smith. Konzerte und Radiosendungen des Trios waren bereits in ganz Europa zu hören, so unter anderem im Oslo Konserthus, dem Concertgebouw in Brügge oder in der Londoner Wigmore Hall. Im Februar 2004 fand eine erste, sehr erfolgreiche USA-Tournee statt; seither tourt das Trio zweimal jährlich in den Vereinigten Staaten.
Vor mehr als dreißig Jahren kam ich als Komparse an der Deutschen Staatsoper Berlin erstmals mit dem Puppentheater in Berührung. Nach einem Umweg über den Lehrerberuf lebe ich seit zwanzig Jahren vom Puppenspiel. Die Verbindung von Musik und Puppentheater hat mich nie losgelassen. Händel reizt mich besonders, seit ich einmal in einer Inszenierung seiner Oper Alcina mitgewirkt habe. Inzwischen lebe ich in Kärnten und freue mich darüber, daß ich im Rahmen der Trigonale für Schulkinder Aufführungen geben konnte.
Hans von der Goltz studierte Geschichte, Skandinavistik und Germanistik und verdingte sich in verschiedenen Brotberufen, ehe er sich spät zum Lehrer berufen fühlte und nun Jugendliche unterrichtet. Seit einigen Jahren hält er außerdem Lesungen zu den Werken Eichendorffs, Heines, Kästners und zu den Werken verschiedener zeitgenössischer Autoren.
Kristin von der Goltz ist Cellistin und leidenschaftliche »Grenzgängerin« zwischen dem modernen Cello und dem sogenannten Barockcello. Sie studierte bei Christoph Henkel in Freiburg und William Pleeth in London. Von 1991 bis 2004 war sie Mitglied des Freiburger Barockorchesters. Heute konzertiert sie sowohl auf modernem als auch auf dem Barockcello und ist als Solocellistin international unter Nikolaus Harnoncourt, Michael Hofstetter, Ton Koopman, Marc Minkovski und anderen gefragt. Seit 2006 ist sie Mitglied der Berliner Barock Solisten, einem Ensemble der Berliner Philharmoniker. Kristin war als Dozentin beim Internationalen Bohemia Festival Prag sowie an der Orchesterakademie in Mannheim tätig. Von 2004 bis 2009 leitete sie eine Frühförderklasse auf modernem Cello an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik in Regensburg. Seit 2009 ist sie Professorin für Barockcello an der Musikhochschule Frankfurt a. M. und Solocellistin am Münchner Kammerorchester.
Die junge österreichische Mezzosopranistin wurde in Kärnten geboren. Nach einem Diplom in Kulturgeschichte an der Universität Sorbonne (Paris) studierte sie Gesang am staatlichen Konservatorium "Luigi Cherubini" in Florenz und schloss ihr Studium 2003 an der Kunstuniversität Graz ab. Ihre Gesangsausbildung setzte sie bei Angelika Kirchschlager, Teresa Berganza und Glenys Linos fort. Mehrere Auszeichnungen und Stipendien renommierter Institutionen wie dem Teatro Real Madrid, der Saint Louis University und der Universidad de Santiago de Compostela ermöglichten ihr ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. In der Oper umfasst ihr Spektrum nicht nur die wichtigsten Mozart-Partien, sondern auch das selten gespielte Repertoire der Renaissance und des Barocks bis hin zu den Operetten Jacques Offenbachs. Sie arbeitete mit Klangkörpern wie dem Ensemble Claudiana, Il Concerto Tivoli, La Camerata Argentea, dem Klangforum Wien, den Grazer Symphonikern oder dem Vorarlberger Symphonieorchester unter Dirigenten wie Gerard Korsten, Stefan Asbury, David Levi. Engagements führten sie u.a. an das Opernhaus Graz, das Bregenzer Festspielhaus, die Kammeroper Graz, das Klagenfurter Konzerthaus oder die Donaufestwochen von Michi Gaigg. 2009 gab sie mit den Altpartien im Zyklus „Bach-Kantaten mit dem Ensemble Claudiana unter der Leitung von Luca Pianca ihr Debüt am Wiener Konzerthaus.
Die Stimme von Clare Wilkinson ist als ‘makellos… innig ... himmlisch...’ beschrieben worden (Early Music America). Die junge Sängerin iist besonders gefragt für ihre Interpretationen der Werke Johann Sebastian Bachs und trat bereits in der Londoner Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Royal Albert Hall, dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées und dem New Yorker Lincoln Center auf. Clare Wilkinson wurde als Tochter einer Musikerfamilie in in Manchester (Großbritannien) geboren und gabe bereits im Alter von 17 Jahren ihr erstes professionelles Konzert mit dem Ensemble Musica Antiqua London. Sie studierte Altphilologie am Trinity College in Cambridge, wo sie auch ein Stipendium für den international renommierten Chor erhielt. Im Anschluss daran folgte ein Aufbaustudium im Fach Gesang am Trinity College of Music in London, wo sie bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Im Jahr 2004 arbeitete sie erstmals mit John Eliot Gardiner zusammen, seither sang sie alle großen Werke von Bach und zahlreiche Werke weiterer Komponisten unter seiner Leitung. Clare Wilkinson arbeitete außerdem für renommierte Künstler wie Laurence Cummings, Christophe Rousset oder Nicolas Kraemer. Als leidenschaftliche Kammermusikerin tritt sie auch regelmäßig mit den Gamben-Ensembles “Fretwork“ und „The Rose Consort of Viols“ auf. Clare Wilkinson fühlt sich auch auf der Bühne zu hause. Sie ist Mitglied von “I Fagiolini” und nahm mit dem Ensemble an dem mehrfach ausgezeichneten szenischen Projekt „The Full Monteverdi“ teil. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen belegen ihr reiches künstlerisches Schaffen. Die Aufnahme von Georg Friedrich Händels “Messias” mit dem Ensemble The Dunedin Consort wurde im Jahr 2007 mit dem Grammophone Award ausgezeichnet.
Der norwegische Violinist Bjarte Eike zählt zu den führenden Musikern im Bereich der Alten Musik. Er studierte Violine an der Grieg-Akademie in Bergen und Barockvioline bei Richard Gwilt in London, wo er mit Bestnote (»Distinction«) abschloss. Bjarte arbeitet als frei schaffender Violinist und Konzertmeister in ganz Europa in Ensembles wie Concerto Copenhagen, Concerto Palatino, I Fagiolini, Dunedin Consort, Caecilia-Concert, Arte dei Suonatori, Altapunta sowie Bergen Barokk. Er lehrt Barockvioline an der Grieg-Akademie in Bergen und ist Gastdozent am Königlich Dänischen Musikkonservatorium.
Bjarte war "artist in residence" beim "Bergen international Festival" (2008) sowie beim "Nordwind Festival" in Berlin (2009). Weiters ist er Gründer und Leiter des international renomierten Ensembles "Barokksolistene".