01 | AUFTAKT
Von der musikalischen Kraft der Jugend

Samstag, 31. August | 19 Uhr
Rathaus St. Veit/Glan

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ALFREDO BERNARDINI – Barockoboe
JOHANNES HEIM – Barockvioline & Leitung

BAYERISCHES JUGEND-BAROCKORCHESTER
Sebastian Böhrig, Katharina Bechtold, Clara Fechner, Galatea Flassig, Saskia Fink, Daniel Gaus, Sotirios Liakas, Malin Lichtinger, Katharina Mayer, Antonia Mayr, Maximiliane Norwood, Martin Schneider, Annika Thewes, Eva Maria Wagner, Judith Weidendorfer, Theresa Wolf – Violine
Ophelia Flassig, Cornelia Schneider, Clara Suckart – Viola
Katharina Lampersperger, Susanne Hiby – Viola da gamba
Tobias Bechtold, Katharina Holzmann, Fabian Mayer – Cello
Vanessa Lorenz – Violone Antonia Greifenstein – Barockoboe
Constantin Heuer, Leah Pientschik, Caroline Strösser – Traversflöte
Hannah Lichtinger – Cembalo

SINGAKADEMIE CARINTHIA
Alina Antonitsch, Pia Aste, Elisa Barnabó, Anna Bayer, Charlene Bousseau, Ioana Codreanu, Johanna Egger, Nina Freitag, Vivien Frimmel, Tena Gi, Jonila Gjoci, Maria Giordano, Marie Gruber, Valentina Haschey, Sophia Hassler, Benjamin Hanisch, Nina Havekost, Julia Herrenhof, Valentina Holl, Antonia Kieber, Magdalena Kieber, Susanna Lienbacher, Isabell Morak, Yannicka Mraz, Jana Ogris, Sophie Opriessnig, Anastassia Priadeeva, Warwara Priadeeva, Annika Puaschunder, Elisabeth Radda, Marie Radda, Carmen Rheeder, Sofia Simic, Anna Starzacher, Petra Stietka, Magdalena Taschwer, Anna Lena Vogl, Anna Walcher, Kathrin Wandaller, Nora Weisensteiner, Felizitas Wetzlinger, Pia Wieser

Einstudierung: Günter Wallner
Dass es alles andere als einfach ist, zu jedem Projekt der trigonale einen Einführungstext zu ersinnen, der Ihnen, liebes Publikum, eine Vorstellung davon geben soll, was Sie im jeweiligen Konzert erwartet, können Sie mir getrost glauben. So auch im Falle unseres diesjährigen Auftaktes, bei dem bis zu 65 Damen und Herren gleichzeitig auf der Bühne stehen und für uns musizieren werden. Addiert man allerdings die Lebensjahre aller beteiligten Musikerinnen und Musiker und teilt sodann die sich daraus ergebende Summe durch 65, gibt uns das Ergebnis dieser kleinen Rechenaufgabe bereits einen entscheidenden Hinweis auf das, was die Protagonistinnen und Protagonisten dieses ganz besonderen musikalischen Länderspieles – abgesehen von drei Ausnahmen – eint: es ist ihr jugendliches Alter.

Und da der Ausspruch »one look is worth a thousand words«* durchaus viel Wahrheit in sich birgt, ziehe ich es diesmal vor, Bilder und Blicke sprechen zu lassen, die ich im vergangenen Jahr während zweier berührend-schöner Projekte mit der Singakademie und dem Jugend-Barockorchester – Cantate Deo und Cor vigilans – fotografisch festgehalten habe. Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass Alfredo Bernardini, einer der herausragendsten Barockoboisten unserer Tage, als Solist mit unserem wunderbaren musikalischen Nachwuchs gemeinsam musizieren wird. Es erwarten uns Werke der Komponisten T. Albinoni, A. Vivaldi sowie J.S. Bach.

* Dieser Slogan wurde erstmals am 8. Dezember 1921 in der amerikanischen Fachzeitschrift Printers’ Ink gedruckt, um für die Verwendung von Bildern in Werbeaufdrucken auf Straßenbahnen zu werben.

ÜBER DIE KÜNSTLER:

Alfredo Bernardini wurde 1961 in Rom geboren. Im Alter von 19 Jahren zog er in die Niederlande, um sich dort u.a. bei B. Haynes und K. Ebbinge auf Barockoboe und Alte Musik zu spezialisieren. 1987 erhielt er am Königlichen Konservatorium von Den Haag sein Solistendiplom. Als Mitglied der bedeutendsten Barockensembles wie z.B. Hesperion XX, La Petite Bande, The Amsterdam Baroque Orchestra, The English Concert und dem Bach Collegium Japan ist er weltweit aufgetreten. 1989 gründete er mit den Brüdern Paolo und Alberto Grazzi das Ensemble ZEFIRO. Auch als Dirigent ist Alfredo erfolgreich tätig, u.a. mit den Ensembles Concerto Copenhagen, The English Concert, Tafelmusik Toronto, The Jerusalem Baroque Orchestra und dem European Union Baroque Orchestra. Er war an rund 100 CD-Einspielungen beteiligt, für die er diverse Auszeichnungen erhielt. Von 1992 bis 2015 unterrichtete er Barockoboe am Konservatorium von Amsterdam. Von 2002 bis 2008 war er Professor an der Escola Superior de Musica de Cataluña in Barcelona. Seit 2014 ist er Professor für historische Oboe am Mozarteum in Salzburg.

Johannes Heim, geboren 1978 und aufgewachsen in der Nähe von Frankfurt a.M., studierte Barockvioline bei A. Steck und P. Müllejans in Frankfurt und Trossingen. Schon zu Studienzeiten spielt er in führenden Orchestern der Alten Musik, u.a. bei Musica Antiqua Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester und European Union Baroque Orchestra. Sein Interesse gilt auch der Kammermusik. Mit seinen Ensembles hat er mehrere internationale Preise gewonnen und war bei Konzerten in ganz Europa zu hören. Mittlerweile lebt er in Südtirol und gibt seine Erfahrungen und musikalischen Ideen u.a. im Rahmen seines Lehrauftrages für Barockvioline an der Musikhochschule München weiter. Seit 2015 ist Johannes einer der Leiter des Bayerischen Jugend-Barockorchesters. Er spielt eine Violine, die vermutlich von Carlo Antonio Tanegia (Mailand) 1732 gebaut wurde.

Günter Wallner wurde in Wien geboren, war Mitglied der Wiener Sängerknaben und setzte seine musikalische Ausbildung an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst sowie am Konservatorium der Stadt Wien fort. Unmittelbar nach dem Studium wurde Günter als Chordirektor und Kapellmeister an die Oper Kapstadt engagiert. Anschließend war er bis 2004 in denselben Funktionen am Staatstheater Nürnberg tätig. Von 2004 bis 2008 war Günter 2. Kapellmeister am Theater Dortmund, wo er ein breites Repertoire dirigierte, u.a. Schwanensee, Madama Butterfly, Manon Lescaut, Nabucco, Fidelio und Barbiere di Siviglia. Seit 2008 ist Günter nunmehr Chordirektor und Kapellmeister am Stadttheater Klagenfurt. In diese Zeit fielen zahlreiche Choreinstudierungen und Dirigate, u.a. Gräfin Mariza, Der fliegende Holländer, Hänsel und Gretel, Aida, Der Zigeunerbaron, Die Csárdásfürstin, Schwanensee, Don Giovanni, Carmen und Der Zauberer von Oz. Im September 2018 hat Günter die künstlerische Leitung des Kammerchores Klagenfurt-Wörthersee übernommen, seit Februar ist er überdies musikalischer Leiter der Singakademie Carinthia.

Barockmusik schmeichelt dem Ohr und ist kämpferisch, sie überrascht und sie ist eingängig, sie berührt, bewegt, lebt aus Gegensätzen und strebt nach Harmonie. Sie schlägt einen Bogen aus Farben und Klängen vom Himmel zur Erde – und all das will auch das Bayerische Jugend-Barockorchester, das erste Jugendorchester Süddeutschlands, das auf historischen Instrumenten musiziert. Seit Oktober 2014 wurden die jugendlichen Spielerinnen und Spieler im Alter zwischen 13 und 22 Jahren von Johannes Heim (Barockvioline), Friederike Heumann (Viola da gamba und Basso continuo), Pablo Valetti (Barockvioline), Kristin von der Goltz (Barockcello), Julia Scheerer (Barockvioline), Marion Treupel-Franck (Traversflöte) u.a. in die faszinierende Welt des barocken Spieles eingeführt. Inzwischen studieren einige am Mozarteum in Salzburg und an der Musikhochschule München, andere sind neu dazugekommen. Das Bayerische Jugend-Barockorchester gleicht einem lebhaften Körper mit neugierigen Köpfen und empfindsamen Herzen und läuft während der Probenphasen zur Höchstform auf – in der Musik und außerhalb, bei Ballspielen, Tanz, Werwolf, Schach, Monopoly und selbst erfundenen höchst kreativen Kunstformen. Haben Sie beispielsweise schon einmal Schlagsahneskulpturen gesehen oder Billardmadrigale gehört?

Wenn die rund 40 stimmbegabten Mädchen und Burschen der Singakademie Carinthia ihre Stimmen erheben, ist Gänsehaut angesagt. So schön, farbenreich und eindrucksvoll ist der Klang des Jugendchores, der sein hohes Niveau dem exzellenten Chorleiter Günter Wallner verdankt, mit dem sie zwei Mal wöchentlich proben. Die Jugendlichen werden durch ihren Gesangslehrer Krassimir Tassev, der zugleich künstlerischer Leiter der Singakademie ist, individuell ausgebildet und betreut. 2013 wurde dieses Projekt – eingebettet im Stadttheater Klagenfurt und unterstützt von den Musikschulen des Landes Kärnten – durch Krassimir Tassev gegründet und steht heute unter dem Ehrenschutz der Mezzosopranistin Bernarda Fink und Landeshauptmann Peter Kaiser. Sponsoren sind die Wiener Städtische Versicherung, die Kärntner Sparkasse und die KELAG. Der Rotary Club Klagenfurt Lindwurm ermöglicht durch seine auf drei Jahre angelegte großzügige finanzielle Unterstützung die Überführung in eine gemeinnützige Vereinsstruktur, um auch weiterhin das hohe künstlerische Niveau zu gewährleisten und Talente fördern zu können. Seit dem Bestehen des Ensembles haben die singbegeisterten Jugendlichen in rund 20 Theaterproduktionen erfolgreich mitgewirkt und darüber hinaus zahlreiche Konzerte gestaltet.
In der Saison 2017/18 sang die Singakademie Carinthia in der Oper Werther sowie im Musical Der Zauberer von Oz im Stadttheater Klagenfurt, weiters waren die Mädchen und Burschen in einem Benefizkonzert zu Gunsten von Schatten und Licht mit Bernarda Fink und in einem Konzert mit dem australischen Chor der St. Michael’s Grammar School aus Melbourne zu erleben. In der laufenden Saison gastierte die Singakademie im Rahmen eines Konzertes der Maria Anna Mozart Gesellschaft in Salzburg und wurde für die Darbietungen auf hohem Niveau vom Publikum und von der Presse gelobt. Auch in La Boheme am Stadttheater Klagenfurt konnten die Jugendlichen ihr szenisches und sängerisches Talent unter Beweis stellen.
www.singakademie-carinthia.at

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