01 – O quam suavis

Die Gottesmutter in der Musik des italienischen Seicento

Freitag, 31. August | 19 Uhr
Burgkirche Hochosterwitz

Silvia Frigato – Sopran
Alon Sariel – Laute

Maria prophezeit in Tarquinio Merulas (1595–1665) aufwühlendem Wiegenlied Hor ch’è tempo di dormire das tragische Schicksal ihres eigenen Sohnes. In Claudio Monteverdis (1567–1643) Salve Regina und Francesco Cavallis (1602–1676) O quam suavis wiederum kommt ihr die Rolle der nachdenklichen Vermittlerin und liebevollen Trösterin zu. Schmerzerfüllt und kraftlos hingegen ist sie in Giovanni Felice Sances‘ (1600–1679) Stabat Mater und Claudio Monteverdis herzzerreißendem Pianto della Madonna gar dazu gezwungen, der Peinigung Jesu beizuwohnen. Und als himmlische Braut von größter Anmut und Schönheit erscheint sie uns in Girolamo Frescobaldis (1583–1643) zutiefst berührender Motette Ipsi sum desponsata und Monteverdis Exulta filia Sion.

Eine musikalische Betrachtung über jene vielgestaltige Frau, die als Mutter, Braut und demütige, aber entschlossene Vollstreckerin des göttlichen Willens nicht nur fest im katholischen Glauben verankert ist, sondern auch zu jeder Zeit Künstler aller Bereiche dazu inspiriert hat, sie in ihren Werken zu verewigen.

 

Das gesamte Kapitel zu diesem Konzert – wie in unserem Reclam-Programmbuch 2018 abgedruckt – können Sie durch Klicken des Download-Buttons als PDF herunterladen.
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