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Damenwahl

WIR WÄHLEN DIE DAMEN – DIE DAMEN DAS PROGRAMM

Es war ein begeisterter Trigonale-Besucher, der unsere Aufmerksamkeit auf eine Künstlerin lenkte, die in jüngster Vergangenheit als Virtuosin auf dem Hammerklavier Furore macht – Petra Somlai. Wir haben nicht lange gezögert und sie sogleich eingeladen, bei uns aufzutreten. Von Beginn an stand für uns fest, dass es ein Duo-Programm werden sollte – blieb nur die Frage, welches Partner-Instrument sich Petra aussuchen würde. Ihre Wahl fiel auf die Violine.
Mit der Geigerin Cecilia Bernardini – eine weitere Ausnahmekünstlerin der jüngeren Generation – fanden wir was wir suchten: eine kongeniale Kammermusikpartnerin, die von der Kritik für ihr ausdrucksstarkes und nuancenreiches Spiel hoch gelobt wird.

Wir gewähren den Künstlerinnen des Abends volle Freiheit bei der Gestaltung ihres Programms, in der Gewissheit, dass es ihnen gelingen wird, uns einen unvergesslichen Abend zu bereiten.

Petra Somlai – Hammerflügel
Cecilia Bernardini – Violine

Petra Somlai wurde 1981 in Ungarn geboren. Nach ihrem Studienabschluss in Orchesterleitung und Klavier am Konservatorium Béla Bartók in Budapest
gewann sie 2007 den Master Grad in modernem Klavier an der Franz Liszt- Musikakademie – ebenfalls in Budapest. Während dieser Zeit galt ihr Interesse zunehmend der authentischen Interpretation auf historischen Instrumenten. Es folgten Studien in Pianoforte und Cembalo in England sowie später am Königlichen Konservatorium in Amsterdam und Den Haag bei Fabio Bonizzoni, Menno van Delft und Bart van Oort, wo sie 2011 mit der Note »Summa cum laude« abschloss. Zu den Stationen ihrer Festival-Auftritte zählen Brüssel, Utrecht, Tartu, Brügge, Irsee und Esterhaza. Außerdem gibt sie regelmäßig Konzerte in ganz Europa sowie in Japan. Neben Soloauftritten und Kammermusikkonzerten mit Partnern wie Jaap ter Linden, Elizabeth Wallfisch, Paul Leenhouts u.a. gastiert sie häufig als Solistin bei verschiedenen Orchestern. Gegenwärtig ist sie mit musikwissenschaftlichen Forschungsarbeiten zu verschiedenen Themen beschäftigt und wirkt bei barocken und klassischen Opernprojekten mit. Seit Herbst 2011 lehrt sie Pianoforte und Aufführungspraxis an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest. 2010 gewann sie den ersten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Pianoforte-Wettbewerb in Brügge (Belgien), dem größten Wettbewerb in diesem Bereich. Außerdem erhielt sie den nationalen Junior Prima Primissima Kulturpreis Ungarn.

Als Kind einer Musikerfamilie aufgewachsen, schloss Cecilia Bernardini ihr Studium bei Jan Repko, Vesko Eschkenazy und Ilya Grubert am Konservatorium in Amsterdam mit Bestnote ab.    I Während ihres Aufbaustudiums bei David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama, und insbesondere durch den Unterricht von Rachel Podger sowie später von Lucy van Dael, entdeckte sie ihre Liebe zur Barockvioline. Auch hier schloss sie mit Auszeichnung ab. Cecilia Bernardini gewann Preise bei zahlreichen nationalen Wettbewerben, unter anderem beim Prinses Christina Wettbewerb, dem Vriendenkrans Wettbewerb des Amsterdamer Concertgebouw, dem Oskar Back Wettbewerb, dem Violinwettbewerb Andrea Postacchini und dem Augsburger Violinwettbewerb Leopold Mozart.
Cecilia Bernardini hat eine Leidenschaft für Kammermusik. Zusammen mit dem Violisten Giles Francis und der Cellistin Timora Rosler bildet sie das Serafino String Trio (www.serafinostringtrio.com). Zwei ihrer häufigsten Kammermusikpartner sind die Pianofortespielerinnen Keiko Shichijo und Shuann Chai. Ebenfalls im Bereich der Kammermusik musiziert sie mit Colin Carr, Kristian Bezuidenhout, Rick Stotijn, Richard Egarr, Alexandre Tharaud und Alfredo Bernardini. Als Solistin arbeitete sie mit Dirigenten wie Jurjen Hempel, John Butt, Jussi Jaatinen und Philip Pickett zusammen und war Gast bei zahlreichen internationalen Festspielen wie: Prussia Cove Open Chamber Music, Grachtenfestival Amsterdam, Storioni Festival, Sainte Mere Festival, London Handel Festival, Cervantino Festival Guanajuato, Varazdin barokni veceri u.a. Mit der Cellistin Maartje Maria Den Herder gab sie die Weltpremiere des Doppelkonzerts von Philip Glass, in Zusammenarbeit mit dem Dutch Residentie Orchestra und dem Nederlands Dans Theater. Cecilia Bernardini wird immer wieder von renommierten Klangkörpern wie dem Scottish Chamber Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Schwedischen Rundfunksinfonieorchester als Konzertmeisterin eingeladen.
Die Barockviolinistin hat eine feste Position als Konzertmeisterin des in Edinburgh beheimateten Dunedin Consort unter der Leitung von John Butt, mit dem sie vor kurzem Bachs Brandenburgische Konzerte und die Johannespassion einspielte. Zu den geplanten Veröffentlichungen zählen die Violinkonzerte von Bach. Sie ist außerdem regelmäßig als Konzertmeisterin oder Solistin mit Ensembles wie Zefiro, der Niederländischen Bachvereinigung, La Serenissima, The King’s Consort, dem New London Consort und dem Orchestra of the Age of Enlightenment zu hören. Zu ihren zahlreichen Einspielungen zählen die Divertimenti von Mozart mit dem Ensemble Zefiro für Sony Classics.
Sie spielt auf einer Santo Serafin Geige von 1750, einer Leihgabe des Niederländischen Musikinstrumenten-Fonds (www.muziekinstrumentenfonds.nl). Vor kurzem wurde sie von der Jumpstart-Stiftung dazu ausgewählt, eine Camillus Camilli-Barockvioline von 1743 zu spielen.