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IN BESTER GESELLSCHAFT
Il caro Sassone und seine Freunde

Mit seinem Zeitgenossen und Kollegen Georg Philipp Telemann verband Georg Friedrich Händel, den die Italiener liebevoll »Il caro Sassone«, den edlen Sachsen, nannten, nicht nur die Musik, sondern – man höre und staune – auch die Liebe zur Tulpenzucht, worüber sie sich immer wieder freundschaftlich auszutauschen pflegten.

Arcangelo Corelli machte Händels Musik in Rom bekannt, Händel wiederum nahm sich die Concerti grossi des italienischen Meisters zum Vorbild. Ihm zuliebe soll Händel auch die ursprünglich im französischen Stil gehaltene Ouvertüre seines Oratoriums Il Trionfo del Tempo neu komponiert haben.

Der englische Musiker und Komponist William Babell dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur Händels Cembalist am Königlichen Theater am Haymarket gewesen sein, sie waren wohl auch freundschaftlich miteinander verbunden. Und hätte Babell nicht aufgrund seines liederlichen Lebenswandels – so ist es historischen Quellen zu entnehmen – allzu früh sein Leben lassen müssen, wäre sein Name heute vielleicht genauso berühmt wie der seines einstigen Lehrmeisters und Arbeitgebers.

Neben G. P. Telemanns Suite in a-moll für Blockflöte und Streicher, A. Corellis Sonate Nr. 9 (aus Op. 5, 12 Sonaten für Violine und Continuo), G. F. Händels Concerto grosso Op. 6/Nr. 7 und dessen Triosonate in c-moll hören wir auch Auszüge aus Händels 1710 entstandener Oper Rinaldo.

Ensemble in Residence

Singers in Residence
Elizabeth Dobbin – Sopran
Ida Aldrian – Alt
Jan Petryka – Tenor
Jonathan de la Paz Zaens – Bassbariton
Dorothee Oberlinger – Blockflöte & Leitung

Dorothee Oberlinger zählt heute zu den namhaften Vertretern ihres Instruments. Ihr Debüt gelang ihr 1997 mit dem 1. Preis im internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U.K. in der Londoner Wigmore Hall. Es folgten zahlreiche Einladungen zu Konzerten und Festivals in Europa, Amerika und Asien. Als Solistin spielt sie mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble 1700 sowie mit renommierten Barockensembles und Orchestern wie den Sonatori de la Gioiosa Marca, Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Academy of Ancient Music oder Zefiro und nun auch erstmals mit dem Ensemble l’arte del mondo. In verschiedenen Projekten arbeitet sie mit führenden Musikern der Alten Musik wie Reinhard Goebel, Giovanni Antonini, Vittorio und Lorenzo Ghielmi, Luca Pianca, Rachel Podger, Giuliano Carmignola, Sandrine Piau oder Max Emanuel Cencic. Ihre CD-Einspielungen mit barocker Musik des 17. und 18. Jahrhunderts werden von der internationalen Fachkritik mit höchsten Auszeichnungen bewertet. 2008 erhielt sie den Echo-Klassik-Preis in der Kategorie »Beste Instrumentalistin des Jahres«. Ihr erfolgreiches Debüt als Dirigentin gab sie Anfang 2011 in Salzburg. Neben ihrer intensiven Beschäftigung mit der Musik des Barock widmet sich Dorothee Oberlinger immer wieder auch der zeitgenössischen Musik.So wirkte sie an der jüngsten CD »Touch« des Schweizer Pop-Duos Yello mit. Seit 2009 ist sie Intendantin der traditionsreichen Arolser Barockfestspiele und seit 2004 Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie das dortige Institut für Alte Musik leitet. Nach ihren Auftritten gemeinsam mit dem italienischen Lautenisten Franco Pavan (2012) und der rumänischen Cembalistin Alina Rotaru (2013) dürfen wir Dorothee nunmehr zum dritten Mal bei der trigonale begrüßen.   www.dorotheeoberlinger.de