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W. A. Mozart (1756 – 1791)
Klavierkonzerte

Als »größte Genietat« und »Krönung und Gipfel seines instrumentalen Schaffens« bezeichnete Alfred Einstein – deutsch-amerikanischer Musik-wissenschaftler, nicht zu verwechseln mit dem Erfinder der Relativitätstheorie – die Klavierkonzerte W. A. Mozarts. Diesem gelang, was keinem Komponisten vor ihm so recht gelingen wollte: den formalen Rahmen einer ausgeprägten Sonatenhauptsatzform mit einem langsamen Mittelsatz und einem bewegten Finale in einer ausgesprochen emotionalen Vielfalt zu kombinieren.

Dass diese Komplexität in Mozarts Werken für Klavier und Orchester die Solistin in diesem Konzert herausfordert und höchste Anforderungen an sie stellt, steht außer Frage, muss sie sich ja einerseits als »prima inter pares« in das Orchester – getreu dem Vorbild tradierter Rollenverteilungen – einfügen, andererseits aber immer wieder aus dieser Rolle mit graziler Virtuosität heraustreten.

Bereits im vergangenen Jahr gab Petra Somlai, ungarische Virtuosin auf dem Hammerflügel, gemeinsam mit der italienisch-holländischen Geigerin Cecilia Bernardini im Maria Saaler Dom ihr umjubeltes Debüt bei der trigonale. In diesem Jahr gehen wir einen Schritt weiter und ermöglichen Petra, erstmals in ihrer Karriere gleich zwei mozartsche Klavierkonzerte an einem Abend nicht nur als Solistin auf dem Hammerflügel zu spielen, sondern zugleich auch diese vom Instrument aus zu leiten.

Petra spielt auf einem Instrument aus der Werkstatt von Robert A. Brown aus Oberndorf in Salzburg. Es handelt sich dabei um den Nachbau eines Hammerflügels von Anton Walter. Das Originalinstrument stammt aus der Zeit um 1780 und befindet sich heute im Besitz des Burgenländischen Landesmuseums in Eisenstadt.

Wir hören die Klavierkonzerte Nr. 9. in Es-Dur, KV 271, »Jenamy« und Nr. 27 in B-Dur, KV 595 von W. A. Mozart. Außerdem erklingt Mozarts Divertimento Nr. 14 in B-Dur, KV 270.

Ensemble in Residence

Petra Somlai – Hammerflügel & Leitung

Petra Somlai wurde 1981 in Ungarn geboren. Nach ihrem Studienabschluss in Orchesterleitung und Klavier am Konservatorium Béla Bartók in Budapest erlangte sie 2007 den Master-Grad in modernem Klavier an der Franz-Liszt-Musikakademie – ebenfalls in Budapest. Während dieser Zeit galt ihr Interesse zunehmend der authentischen Interpretation auf historischen Instrumenten. Es folgten Studien in Pianoforte und Cembalo in England sowie später am Königlichen Konservatorium in Amsterdam und Den Haag bei Fabio Bonizzoni, Menno van Delft und Bart van Oort, wo sie 2011 mit der Note »Summa cum laude« abschloss. Zu den Stationen ihrer Festival-Auftritte zählen Brüssel, Utrecht, Tartu, Brügge, Irsee und Esterhaza. Außerdem gibt sie regelmäßig Konzerte in ganz Europa sowie in Japan. Neben Soloauftritten und Kammermusikkonzerten mit Partnern wie Jaap ter Linden, Elizabeth Wallfisch, Paul Leenhouts u.a. gastiert sie häufig als Solistin bei verschiedenen Orchestern. Gegenwärtig ist sie mit musikwissenschaftlichen Forschungsarbeiten zu verschiedenen Themen beschäftigt und wirkt bei barocken und klassischen Opernprojekten mit. Seit Herbst 2011 lehrt sie Pianoforte und Aufführungspraxis an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. 2010 gewann sie den ersten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Pianoforte-Wettbewerb in Brügge (Belgien), dem größten Wettbewerb in diesem Bereich. Außerdem erhielt sie den nationalen Junior Prima Primissima-Kulturpreis Ungarn. Seit Herbst 2013 unterrichtet Petra im Rahmen des ‘Early Music Studies Program’ der University of North Texas in Denton, USA.   www.petrasomlai.com