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The Spirit of the Renaissance
Zeitlose Schönheit vokaler Kompositionskunst

Die Komponisten Gregorio Allegri, Duarte Lobo und Tomás Luis de Victoria – schon zu Lebzeiten berühmt und hochgeschätzt – hinterließen uns mit ihren Werken einige der bewegendsten musikalischen Schöpfungen seit Menschengedenken, die bis zum heutigen Tage nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt haben.

Allegris zeitlose Vertonung des Miserere mei, Deus ist ein wunderbares Beispiel polyphoner Kompositionskunst, bei dessen Aufführung allein durch die Verteilung der Sänger auf verschiedene Positionen im Raum ein bis dahin kaum gekannter Klangeffekt erzielt werden konnte. Wen verwundert es also, dass das Werk bis zum heutigen Tag in den Archiven der Sixtinischen Kapelle sorgfältig aufbewahrt wird.

Lobo und Victoria gelten als zwei Giganten der spanischen Renaissance. In Lobos Musik vereint sich der gleichmäßige kontrapunktische Stil eines Palestrina mit der düsteren Intensität von Victoria. Seine Motette Versa est in luctum war Ausdruck tief empfundener Trauer über den Tod seines Königs Philip II und zählt zu den eindringlichsten Motetten, die aus dieser Zeit erhalten sind.

Victorias Tenebrae Responsorien beeindrucken den Hörer immer wieder durch die Intensität seines tiefen Glaubens, von dem der Komponist hier Zeugnis ablegt.

Tenebrae
Nigel Short – Leitung

In Darbietungen von »berückender Schönheit« (Gramophone) vereint der preisgekrönte englische Kammerchor Tenebrae unter der Leitung von Nigel Short den Klang eines großen Chores in einer Kathedrale mit der Präzision eines klein besetzten Vokalensembles.

Als erstes Ensemble mit einer Mehrfachnominierung in ein und derselben Kategorie für die BBC Music Magazine Awards (2012) erhielt Tenebrae mit seiner Einspielung des Requiem von Victoria die Auszeichnung in der Kategorie Best Choral Performance. Ihre Einspielung von Faurés Requiem mit dem London Symphony Orchestra wurde für die Gramophone Awards 2013 nominiert und in diesem Zusammenhang als beste Schallplattenaufnahme von Faurés Requiem bezeichnet. Zur ständig wachsenden Diskographie von Tenebrae zählen Aufnahmen bei den Labels Signum, Deutsche Grammophon, LSO Live, Decca, Warner Classics und EMI Classics. Ihre jüngste Einspielung von Gesualdos Tenebrae Responsorien und Victorias Lamentationes für den Karsamstag bei Deutsche Grammophon wurde vom Magazin der Zeitung The Times (London) ausgezeichnet. Tenebrae widmet sich auch der Unterstützung zeitgenössischer Komponisten. Jüngere Aufnahmen des Ensembles konzentrieren sich auf Werke von Joby Talbot, Paul Mealor, Will Todd und Alexander Levine. Die Programme von Tenebrae umspannen mit faszinierenden Werken von Gesualdo und Victoria, der mächtigen und dramatischen Choralmusik der Russisch-Orthodoxen Kirche und den wunderbaren choralen Meisterwerken Poulencs Jahrhunderte und Kontinente. Außerdem verstehen es die Mitglieder des Ensembles meisterhaft, den Choralkanon in neuem Licht und in vielseitiger Deutung lebendig werden zu lassen. Die speziellen Anforderungen jedes einzelnen Stücks werden mit Präzision ausgeführt und mit ebenso großer Leidenschaft und Musikalität zu Gehör gebracht.

Das Ensemble ist auf einigen der weltweit renommiertesten Festivals aufgetreten, unter ihnen die BBC Proms, das Montreux Choral Festival, das City of London Festival und das Edinburgh Festival. Die Konzerte fanden an bekannten Veranstaltungsorten wie in der St. Paul’s Cathedral, der Abbaye Sainte-Trinité de Lessay und im Leipziger Gewandhaus statt.

Leidenschaft und Präzision sind das Motto von Tenebrae – in nie nachlassendem Bemühen um Darbietungen höchster Qualität bringen seine Mitglieder Hörern auf der ganzen Welt die Ausdruckskraft und Intimität der menschlichen Stimme nahe.

Der international beachtete Dirigent Nigel Short ist Gründer und künstlerischer Leiter von Tenebrae und Tenebrae Consort. Als ehemaliges Mitglied des weltbekannten Vokalensembles The King’s Singers studierte Nigel Gesang und Klavier am Royal College of Music in London und arbeitete später mit einer Reihe führender Ensembles zusammen, was in weiterer Folge zu einer Solistenkarriere in den Bereichen Oper und Oratorium – mit Auftritten in ganz Europa – führte.

Nachdem er die King’s Singers verlassen hatte, gründete er – in seinem Streben nach Leidenschaft und Präzision – im Jahr 2001 Tenebrae als virtuosen Chor. Dieses Ensemble kombiniert die Möglichkeiten einer großen Sängerbesetzung mit der Exaktheit, die einem kleinen Ensemble zu eigen ist und setzt in seinen Darbietungen in besonderer Weise auf Bewegung, Licht und Atmosphäre, wodurch sich dem Publikum ein neuer und frischer Zugang zur Musik erschließt. Unter seiner Leitung und beflügelt von seinen Visionen realisierte Tenebrae Projekte mit Komponisten, Arrangeuren und Instrumentalisten unterschiedlicher musikalischer Genres und zählt heute weltweit zu den führenden Vokalensembles. Weiters arbeitete Nigel mit Ensembles wie dem Chamber Orchestra of Europe, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem English Chamber Orchestra, dem Aurora Orchestra sowie The English Concert zusammen.

www.tenebrae-choir.com