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In Te, Domine, Speravi
Deutsche Kantaten des Frühbarock

Mittwoch, 24. Mai | 19 Uhr
Stiftskirche St. Georgen am Längsee

Zsuzsi Tóth – Sopran
Monika Tóth – Barockvioline & Leitung

Franciska Hadjú – Barockvioline
Dávid Budai – Viola da gamba

Alina Rotaru – Cembalo und Orgel

Stellten wir uns die abendländische Musikkultur als Himmelsgewölbe vor und all die Komponisten als Sterne, so würde wohl keiner unter ihnen heller strahlen als J.S. Bach (1685–1750), der mit seinen Werken nachfolgende Komponistengenerationen und Musikschaffende maßgeblich beeinflusste und inspirierte. Doch bei aller Bewunderung für das Genie Bach sollten wir dem Umstand Beachtung schenken, dass selbst er nicht bei null begann, vielmehr konnte er aus einer reichen Tradition schöpfen, die in ihm so wunderbar zur vollen Blüte gelangte. Einer jener Komponisten, dessen Bedeutung für Bachs Entwicklung unbestritten sein dürfte, war Dietrich Buxtehude (1637–1707), der bedeutendste Vertreter der norddeutschen Orgelschule. Um sein musikalisches Vorbild – zu jener Zeit als Organist an der Lübecker Marienkirche tätig – zu hören und wahrscheinlich bei ihm Unterricht zu nehmen, legte der junge Bach im Jahre 1705 die mehr als 400 km lange Strecke vom thüringischen Arnstadt, seinem damaligen Dienstort, bis nach Lübeck zu Fuß zurück. H. Schütz (1585–1672), J. Rosenmüller (1617–1684) und P.H. Erlebach (1657–1714) sind die Namen weiterer bedeutender Komponisten, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeitgleich mit Buxtehude lebten und wirkten. Und haben diese auch nicht annähernd so tiefe Spuren in der musikalischen Landschaft Europas hinterlassen wie ihr oftmals als größter Musiker aller Zeiten bezeichneter Berufskollege J.S. Bach, so kann dennoch davon ausgegangen werden, dass Bachs Ruhm und Rang in ursächlichem Zusammenhang mit dem Schaffen und der Musik seiner Vorgänger steht. Grund genug für uns, ihre Werke in den Mittelpunkt dieses Konzertes zu stellen.