Trigonale

Spielorte

Rathaus St.Veit

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Von dem spätgotischen dreigeschoßigen Bau des 15. Jahrhunderts blieben das Kielbogenportal und die Metallgusstafel darüber erhalten, die mit 1468 bezeichnet ist. Sie zeigt unter dem Kielbogen das von der Krone überhöhte kaiserliche Reichswappen, das zwei Engel halten, darunter den Sachsenspiegelspruch: Ains mans red ein halbe red, Man sol sy verhoren bed, MCCCCLXVIII., und das Kärntner Wappen. In den Zwickeln die vier Heiligen Lorenz, Andreas, Wolfgang und Sebaldus sowie die Hauszeichen der Stifterfamilie Vater und Sohn Kaltenhauser, 1754 zauberte der landschaftliche Stuckateur Marx Josef Pittner (1705 bis 1760) nach einem Entwurf von Johann Pacher an die Hauswand die prächtige spätbarocke Fassade und schuf damit ein Meisterwerk, das in Kärnten nicht seinesgleichen hat. Die phantasievollen Wasserspeier in Drachenform, das Oberlichtfenster im Portal und das Stiegengeländer in der Einfahrt sind Werke des St. Veiter Kunstschmiedes Franz Ortner, um 1754. Etwa um 1540 erhielt das Rathaus die dreigeschoßigen Renaissancearkaden mit Sgraffitodekor, die den Hof wirkungsvoll an allen vier Seiten umziehen. An der Ostseite des Hofes befindet sich ein kleines Lapidarium römischer Grabdenkmäler. Der Rathaussaal im ersten Obergeschoß besitzt auch heute noch das breite gotische Gewölbe, das Pittner 1754 mit einem reichen spätbarocken Stuckzierat versah.

Bürgerspitalskirche St. Veit

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Das St. Veiter Bürgerspital ist eine städtebauliche Kuriosität. Die um einen langgestreckten Hof gelagerten ein- und zweigeschoßigen Bauten aus dem 14. Jahrhundert waren ursprünglich gegen die Umgebung abgeschirmt. West- und ostseitig befinden sich Tore. Das “hospitale extramuros de sancto Vito” wurde 1321 von Dietmut, einer frommen St. Veiter Witwe, gestiftet, war gewissermaßen eine Miniaturstadt, für die es weit und breit nichts Vergleichbares gibt. Der Gebäudekomplex wurde im 17. Jahrhundert erweitert und mit Lauben und Arkaden versehen. Nach dem Brand von 1829 erfolgte die letzte Instandsetzung des interessanten Gebäudekomplexes. 1984 bis 1987 erfolgte eine umfassende Renovierung der Anlage. Die den Heiligen Martin und Elisabeth und später dem heiligen Josef geweihte, heute profanierte Spitalskirche ist nordseitig in die Anlage des einstigen Bürgerspitals einbezogen. 1422 stifteten die Bürger von St. Veit eine Kaplanstelle mit ewiger Meßlesung. Das Schiff war ursprünglich flach gedeckt. Die Stichkappentonne über starken polygonalen Wanddiensten ist barock. Ein stark eingezogener, spitzbogiger Triumphbogen trennt das Schiff vom schmäleren, kreuzgerippten Chor mit einem 5/8-Schluß und zweistufigen Strebepfeilern. Die Schlußsteine weisen figuralen Dekor auf. Ein profiliertes Spitzbogenportal ermöglicht den Zugang zur Kirche. Es ist verziert mit Konsolensteinen und einem Bogenfeld (14. Jh.), das den Schmerzensmann mit der Stifterfamilie zeigt. 1975 wurde das Tor von der Straßenseite in die Hofseite überstellt. An der Nordwand außen in einer Nische Wandmalereireste Marienkrönung: darunter Arme und Krüppel (17. Jh.). Südseitig an das Kirchenschiff schließt die kreuzgewölbte Sakristei an. Die Kirche dient seit längerem als Museums- und Veranstaltungsraum. Der gotische Altar mit der Darstellung der Vituslegende befindet sich heute im Klagenfurter Landesmuseum.

Filialkirche St. Peter

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St. Peter, am Nordostrand der Ortschaft auf einem Hügel, von Friedhofsmauer umgeben. Urk. 860 und 927. 1995 Restaurierung. 1998 Steinplattl-Neueindeckung. In der Anlage romanische Chorturmkirche mit spätgotischem Chorschluß und spätgotischem Gewölbe von 1521, 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts um 1 Joch verlängert und erhöht. Glockengeschoß des Turmes und der flache geschweifte Turmhelm 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts; 1995 Restaurierung der Turmfassaden, Teilfreilegung und Rekonstruktion eines gemalten Pilasterdekors um 1800. Biedermeierfassade mit Vordach auf schlanken 4-eckigen Pfeilern. Gotisches kielbogiges Westportal. An der Langhaussüdwand Christosphorusgemälde, 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Original gotischer Außenputz im Bereich der Empore. Langhaus in 3 Jochen sternrippengewölbt, polygonale Pfeilervorlagen, an den Rippenschnittpunkten Tartschen, z. T. mit Steinmetzzeichen. Im westlichen Joch des Langhausanbaus aus dem 19. Jahrhundert Tonnengewölbe mit Stichkappen; unter der 3-achsigen, 2-jochigen Westempore Platzlgewölbe. Flachbogige Fensteröffnungen spätes 18. oder 19. Jahrhundert. Spitzbogiger Triumphbogen. Im quadratischem Chorjoch mit 3/8-Schluß Sakristei, spitzbogiges Sakristeiportal. Daran ein römerzeitliches Grabbaurelief mit Quadermuster. Hochaltar 17. Jahrhundert, mit Altarfigur hl. Petrus 2. Viertel des 17. Jahrhunderts, der übrige Statuenschmuck 18. Jahrhundert. Zwei Seitenaltäre Mitte 19. Jahrhundert, 3 Fastentücher: Kreuzigung (17. Jh.), Geißelung (18. Jh.) und Dornenkrönung (18. Jh.). Weihwasserbecken bez. 1647 IHS. Wappengrabplatte Getraut Mazigon (gest. 1645); 1695.

Dom zu Maria Saal

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Die Wallfahrts- und Stiftskirche Maria Saal hängt unmittelbar mit der Christianisierung Kärntens seit dem 8. Jahrhundert zusammen und gehört mit Karnburg zu den frühesten Kirchengründungen Kärntens. Der vom Bistum Salzburg entsandte Bischof Modestus gründete ein Chorbistum und weihte um 767 eine Marienkirche, "die Kirche der heiligen Maria in Karantanien". Modestus, auch "Apostel Kärntens" genannt, wurde in der von ihm erbauten Kirche beigesetzt. Noch heute befindet sich sein Grab im Dom. 1116 wurde erstmals die vom Salzburger Erzbischof Konrad in Maria Saal errichtete Propstei (Propst Roman) urkundlich erwähnt, was die Bedeutung des kirchlichen Standpunktes Maria Saal erneut unterstrich. Die Kirche in ihrer heutigen spätgotischen Form wurde Anfang bis Mitte des 15. Jahrhunderts mit den umliegenden Klostergebäuden zu einer Wehrkirche ausgebaut, was sich während der Türkeneinfälle 1473 -1483 bewährte. Nach einem verheerenden Brand 1669 erhielt die Kirche bei der Wiederherstellung ihr heutiges Aussehen. Bei dieser Gelegenheit wurde für den Nordturm die "Maria Saalerin", Kärntens größte Glocke (6.600 kg), gegossen und 1688 geweiht.

Stiftskirche St. Georgen

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Der Ort St. Georgen am Längsee: Haufendorf, beherrscht von der auf einem Abhang am Südufer des Sees erhöht gelegenen ehemaligen Klosteranlage. Am Otwinskogel urgeschichtliche Wallanlage. Am Kremserkogel frühmittelalterliche Anlage.
Das Stift: Ehem. Benediktinerinnenkloster. Gegründet zwischen 1002 und 1018 von Gräfin Wichpurch, Gattin des Grafen Otwin von Sonnenburg (Pustertal), anstelle einer Georgskirche. Älteste gesicherte Klostergründung Kärntens. Neben dem Toreingang Stifterstein mit Darstellung der beiden Stifter Graf Otwin und Ehefrau Wichburga sowie der 1. Äbtissin Tochter Hiltburg, um 1250. Im 13. Jahrhundert (1257 Kloster als baufällig bez.) und im 14. Jahrhundert Um- bzw. Neubauten der heutigen Klosteranlage. Die übrigen Trakte 1654-1658 von Peter Franz Carlone. Unter Äbtissin Maria Cäcilia Rauber 1676 Kirchturm erneuert; unter den Äbtissinnen Regina Eleonora de Baseio (1698-1711) und Maria Antonia von Platz (1712-1743) Barockisierung der Kirche und Aufstockung der Klostergebäude. 1782 wurde das Kloster aufgelassen, 1788 an Max Th. Egger verkauft, 1934 ging es an die Mariannhiller Missionskongregation. Seit 1959 im Besitz des Bistum Gurk. 1987/88 Adaptierungen für Hotelnutzung. Neugestaltung des Festsaales durch L. Roppolt. Pfarr- und ehemalige Stiftskirche hl. Georg. Über romanischem Vorgängerbau gotischer Bau des 14. Jahrhunderts mit eingezogener polygonaler Apsis, barocker Turm und nach 1698 Barockisierung des Inneren. 1996 Neueindeckung mit Steinplattln. Gotischer Bestand mit tiefen 3stufigen Strebepfeilern an der Nordseite des Langhauses und am Chor mit 3/8-Schluß sichtbar, an der Südseite hinter 2-geschossigem barocken Laubengang verborgen. Die Westfassade im Verband mit dem Stiftskomplex. Romanisches oder romanisierendes Stufenportal im 4. Joch der Nordseite, möglicherweise im 16. Jahrhundert von der Westfassade hierher übertragen und zum Teil historisierend erneuert; stuckiertes Tympanon mit Sonne und Rosetten. Turm südlich der Apsis, durch Inschriftstafel bezeichnet 1676, 4-geschossig, kräftige Geschoßgesimse, Pilaster in Kratzputztechnik, Technik mit gerader Verdachung, im 4. Geschoß gekuppelte Schallfenster; Turmhaube von 1827. Wappengrabplatten unter den Arkaden an der südlichen Außenwand und Gedenkstein der Äbtissin Maria Antonia von Platz, bez. 1721, mit Hochrelief hl. Georg. Langhaus 1-schiffig mit 6 queroblongen kreuzgratgewölbten Jochen, Gurtbogen und Pilastergliederung, reich profilierte und verkröpfte Kämpfergesimse. Rundbogiger Triumphbogen, seitlich von diesem, an der Triumphbogenwand, je ein schmales Blendbogenfeld. Alle Elemente der Gliederung marmoriert. 1-jochiger Altarraum mit flacher 3-/8-Apsis, in der Breite des Triumphbogens. In der Nordwand rundbogige Fenster. An der Südseite im 2. Joch spätgotisch, mit Fialen und Krabben besetztes Kielbogenportal (ursprüngliches Tor zum Kreuzgang), in der anschließenden Vorhalle mit Traubenranken und Rahmen stuckiertes Kreuzgewölbe von 1670/1680 und Gedenkstein, 17. Jahrhundert, auf die Gründung des Klosters hinweisend (der Raum diente im 17. und 18. Jahrhundert als Grabkapelle der Klostergründer). Reichgeschmückter barocker Hochaltar, Ende des 17. Jahrhunderts, in gesamter Höhe, Breite und Tiefe des Altarraumes, Opfergangsportale; Altarblatt hl. Georg im Kampf mit dem Drachen, seitlich überlebensgroße Schnitzfiguren der Hll. Benedikt und Scholastika sowie 2 jugendliche Benediktinerheilige, Statuen von Marx Anton Claus; ovales Aufsatzbild hl. Nikolaus und hl. Martin, flankiert von den Figuren Hll. Florian, Nepomuk, Katharina und Barbara; zwischen den beiden Gemälden Schnitzgruppe Thronende Madonna im Strahlenkranz. Hochaltartabernakel und bemaltes Antependium mit Grablegung, 2. Viertel des 18. Jahrhunderts. Kreuz- (bzw. Dreifaltigkeits-)altar mit reicher Akanthusrahmung, flankiert von Maria und Johannes, Kruzifix von Gottvater gehalten, über Erdkugel schwebend; darüber Taube mit Wolkenkranz. Als Pedant Immaculataaltar mit den seitlichen Altarstatuen Joachim und Anna; beide Altäre um 1715/1720. Die westlichen Seitenaltäre, Annanaltar und Dreikönigsaltar, urk. 1706/1707 von Johann Marcel Senger gefasst, mit bemerkenswerten Altarblättern (1850/1851 renoviert). Kanzelkorb um 1700, gefasst 1707 von Johann Marcel Senger, das ursprünglich zugehörige Relief Maria Immaculata an der nördlichen Langhauswand. Vortragekreuz 18. Jahrhundert. Frühbarocke Orgel um 1630. In der Kirche figürlicher Grabstein der Äbtissin Afra von Staudach, gest. 1591; außen an der Südseite neben dem Eingang Gedenkstein der Äbtissin Maria Antonia von Platz, 1721. Glocke: Benedikt Fiering bez. 1580.

Seminarkirche Tanzenberg

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Die Seminarkirche Tanzenberg wurde in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts unter Abt Bonifaz Egger errichtet. Den Architekten dienten die romanischen Kirchen als Vorbild. Sie bauten eine neuromanische, dreischiffige Emporenbasilika mit Rundapsis, die 1953 von der Diözese in halbfertigem Zustand übernommen wurde. Die Fertigstellung der Kirche wurde 1980 begonnen und 1987 abgeschlossen.
Bild das Richtung und Halt gibt.
Besonders bedeutsam war die Entscheidung über die Gestaltung eines Bildwerkes, das im großen Raum dem Blick des Eintretenden Richtung und Halt gibt. Valentin Oman, ein Maler mit Reputation weit über Österreich hinaus und zugleich Absolvent des Marianums, das nach dem Weggang der Olivetaner endgültig in Tanzenberg Unterkunft fand, wurde eingeladen, dieses Werk zu schaffen. Er malte darüber hinaus auf die Chorwände der Kirche je zwei übereinander schreitende Prozessionen von Menschen, die zum Altarbild hin unterwegs sind, wo Christus über dem Kreuz ihnen entgegenblickt und in Kreuzesform die Arme ausbreitet. Ein Goldmantel umschließt die farbigen Zonen und Gestalten, eine Aura himmlischer Herrlichkeit.