Rathaus St. Veit/Glan

SA, 07.09. | 19 Uhr

KONZERT 4

Un Allemand à PARIS

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Groß war die Aufregung, als sich im Herbst 1737 ein prominenter Gast in Paris einfand: Georg Philipp Telemann. Kaum ein anderer deutscher Komponist des 18. Jahrhunderts war mit dem französischen Musikstil so vertraut wie er, der bereits in jungen Jahren seine Begeisterung für diesen entdeckt hatte. Seit jener Zeit war es sein größter Wunsch gewesen, die französische Hauptstadt einmal selbst besuchen zu können.

„Meine schon längst-abgezielte Reise nach Paris, wohin ich schon von verschiedenen Jahren her durch einige der dortigen Virtuosen war eingeladen worden, erfolgte um Michaelis 1737 und wurde in acht Monaten zurück geleget. Daselbst ließ ich neue Quatuors in Kupfer stechen. Die bewunderungswürdige Art, mit welcher die Quatuors gespielt wurden, verdient, wenn Worte zulänglich wären, hier eine Beschreibung. Gnug, sie machten die Ohren des Hofes und der Stadt ungewöhnlich aufmerksam und erwarben mir in kurzer Zeit eine fast allgemeine Ehre, welche mit gehäufter Höflichkeit begleitet war.“

Auch wenn in der heutigen Zeit die Namen seiner Zeitgenossen G.F. Händel und J.S. Bach mehr Strahlkraft haben mögen – zu Lebzeiten war Telemann weitaus berühmter als seine Komponistenkollegen. Überdies hinterließ er uns mehr Kompositionen als Händel und Bach zusammen. Neben zweien seiner legendären Pariser Quartette erklingen an diesem Abend auch noch vier weitere seiner Concerti im französischen Stil.

Léna Ruisz, Kinga Ujszaszi – Violine
Francesca Camagni – Viola
Marta Gawlas – Traversflöte
Anežka Wacławik – Traversflöte, Blockflöte
Majella Münz
– Cello
Piotr Wacławik – Viola da gamba
Filip Hrubý – Cembalo
Eva Euwe – Kontrabass