Spätestens zu Beginn des 18. Jahrhunderts – verbunden mit dem Aufstieg des britischen Empires zur bestimmenden Kolonialmacht – setzte eine Entwicklung ein, die sich durchaus günstig auf das musikalische Leben Londons und darüber hinaus auswirken sollte: Das aufstrebende Bürgertum wollte unterhalten werden und verlangte nach Konzerten und Opernaufführungen. Dies führte wiederum dazu, dass die Metropole an der Themse für Musikschaffende mehr und mehr zum „place to be“ avancierte, auch zahlreiche Komponisten aus dem europäischen Ausland anzog und somit zu einem wahren Schmelztiegel barocker Musikkultur wurde.
Georg Friedrich Händel (1685–1759) ist mit Sicherheit der prominenteste unter jenen, für die England zur zweiten Heimat wurde. Doch auch die beiden Komponisten Francesco Geminiani (1687–1762) und Muzio Clementi (1752– 1832) sollten der englischen Musik ihren – vornehmlich italienischen – Stempel aufdrücken und so die weitere Entwicklung der englischen Musik maßgeblich beeinflussen.
Überdies erklingen an diesem Abend Werke ihrer englischen Musikerkollegen William Boyce (1711–1779) und Charles Avison (1709–1770). Letzterer übrigens einer der zahlreichen Schüler F. Geminianis.
Anna Dennis – Sopran
Alison Luthmers, Judith Steenbrink – Violine
Danka Nikolic – Viola
Emma Black – Oboe
Majella Münz – Cello
Elisa La Marca – Theorbe
Christine Sticher – Violone
Johanna Soller – Cembalo & Orgel