Es wäre wohl vermessen, zu behaupten, dass wir im Detail darüber Bescheid wüssten, wie vor hunderten von Jahren in unseren Breiten musiziert wurde. Denn was uns letztlich überliefert und damit erhalten geblieben ist, kann wohl nur ein kleiner Teil dessen sein, woran sich die Menschen dereinst erfreuten. Was wir hingegen wissen: dass zu jeder Zeit traditionelle Weisen und Melodien Komponistinnen und Komponisten als Inspirationsquelle dienten und so Eingang in deren Werke fanden.
Auch die Künstlerinnen und Künstler dieses Projekts lassen sich von Melodien längst vergangener Tage aus Italien, Frankreich, Polen und Estland inspirieren. In ihren eigenen Arrangements verschmelzen Klänge voll schlichter – zuweilen durchaus rustikaler – Schönheit mit der kunstvollen Technik des Diminuierens und des Verzierens, beides gebräuchliche Stilmittel der Renaissanceund Barockmusik.
Der Klang nicht alltäglicher Instrumente fasziniert ebenso wie Helena Bregars Sopranstimme, die sich in überraschend kontrastreichen Registern entfaltet. Mit ihrem sanften, nachtigallgleichen Timbre vermag sie nicht minder zu berühren wie mit ihren rohen, kraftvollen Ausbrüchen.
Helena Bregar – Sopran
Anna-Liisa Eller – Kannel
Taavi Kerikmäe – Tasteninstrumente
Marco Ambrosini – Nyckelharpa
Barbara Fischer – Violone